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10.01.2006
Zwei Forscher der Technischen Universität Dresden haben 27 Studien zur Verbreitung von psychischen Störungen aus 26 europäischen Ländern zusammenfassend ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass es um die psychische Gesundheit der Europäer nicht gut bestellt ist.
27 % der EU-Bevölkerung, d. h. 83 Millionen Menschen entwickeln mindestens einmal im Jahr eine psychische Störung wie beispielsweise Depressionen, Angststörungen, Schizophrenie, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit. Dies ist das Ergebnis der weltweit größten und umfassendsten Bestandsaufnahme zur psychischen Gesundheit, die auf den Daten von über 150.000 Betroffenen aus 27 Studien basiert.
Auf die letzten 12 Monate bezogen gelten allein 7,1 Mio. Menschen in Europa als alkoholabhängig. 2 Mio. Männer und Frauen in der EU gelten als abhängig von illegalen Drogen.
Generell ist der Anteil psychischer Störungen bei Frauen (33%) höher als bei Männern (22%). Ausnahme bilden Alkohol- und Drogenabhängigkeit sowie psychotische Störungen wie Schizophrenie. Hiervon sind mehr Männer als Frauen betroffen.
Die Mehrheit der psychischen Störungen treten erstmalig in der Kindheit und im Jugendalter auf. Besonders problematisch ist, dass viele Erkrankungen nicht rechtzeitig erkannt oder nicht ausreichend behandelt werden. Der Studienleiter Professor Wittchen hebt deshalb hervor, dass wir in unserem Verständnis für psychische Störungen umlernen müssen. Psychische Erkrankungen seien keine seltenen Erkrankungen. „Jeder kann zu jedem Zeitpunkt im Lebensverlauf betroffen sein. Psychische Störungen sind Erkrankungen unseres Gehirns und Nervensystems - dem komplexesten Organ des Menschen! Warum sollte ausgerechnet dieser komplexe Teil unseres Körpers weniger häufig erkranken, als andere Organe unseres Körpers?“, betont Professor Wittchen.
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