Kein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Lungenkrebs

30.05.2006

Ein Joint enthält etwa vier Mal so viel Teer wie eine reine Tabakzigarette. Bislang ging man davon aus, dass der Rauch von Cannabis demzufolge krebserregender ist als der von Zigaretten. In einer großen Studie an mehr als 2.000 Probandinnen und Probanden fand sich jedoch kein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und erhöhtem Lungenkrebsrisiko.

Forscherinnen und Forscher der University of California, Los Angeles, hatten 611 Lungenkrebspatientinnen und -patienten, 601 Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen im Kopf- und Halsraum sowie 1.040 Gesunde befragt. Alle Probandinnen und Probanden waren jünger als 60 Jahre. 80 Prozent der Patientinnen und Patienten mit Lungenkrebs  und 70 Prozent derer mit anderen Krebserkrankungen waren Zigarettenraucherinnen bzw. -raucher. Jeweils etwa die Hälfte der Personen in beiden Gruppen hatte Marihuana geraucht. Erwartungsgemäß erhöhte sich die Zahl der Krebsfälle mit dem stärkeren Zigarettenkonsum. Dabei schnitt Cannabis allerdings deutlich besser ab, als Tabak - jedenfalls in dem Bereich, in dem es um die Gefahr einer Lungenkrebs-Erkrankung geht, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin Scientific American.

"Wir haben erwartet, dass wir unter den extrem starken Marihuana-Konsumenten - also jenen, die von 500 bis 1.000 Joints jährlich rauchen - auch eine größere Zahl an Lungenkrebs-Patienten finden", so der Leiter der Studie, Donald Tashkin. Selbst bei jenen, die mehr als 20.000 Joints in ihrem Leben geraucht hatten, konnte kein erhöhtes Lungenkrebsrisiko festgestellt werden.

Die Studie kann allerdings nicht erklären, warum Marihuanakonsum zu weniger Krebserkrankungen führt. „Möglicherweise hat das mit dem THC zu tun. Dieses könnte ältere Zellen anregen zu sterben und verhindere damit die Bildung von Krebszellen“, so Tashkin. Die Studie wurde im Rahmen eines Treffens der American Thoracic Society vorgestellt.

Quellen:

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