Ketaminkonsumenten haben häufiger Erektionsstörungen

13.02.2019

Ketamin schädigt offenbar nicht nur die Blase. Eine Studie aus Taiwan zeigt auf, dass vergleichsweise viele männliche Ketaminkonsumenten unter Erektionsstörungen leiden.

Zwei mit sorgenvollen Gesichtern bemalten Eier im Schritt

Bild: diy13 / stock.adobe.com

Der Harndrang kommt plötzlich oder besonders häufig. Manche haben Schmerzen beim Wasserlassen oder sogar Blut im Urin. Frühere Studien haben aufzeigen können, dass Ketaminkonsumierende häufiger unter Blasenproblemen leiden. Es gibt Fälle, in denen Konsumierenden die Blase operativ entfernt werden musste.

Einer neuen Studie zufolge scheinen männliche Konsumenten von Ketamin auch häufiger unter Erektionsstörungen zu leiden. Ein Forschungsteam hat Ketaminkonsumenten in Taiwan zu entsprechenden Symptomen befragt. Ketamin gilt in Taiwan als eine der am häufigsten konsumierten illegalen Drogen neben Ecstasy und Cannabis. 1.056 Konsumenten wurden befragt. 993 von ihnen wurden von der Polizei aufgegriffen und mussten einen Aufklärungskurs absolvieren, 63 waren aufgrund von gesundheitlichen Problemen zur Behandlung in einem Krankenhaus.

Rund ein Drittel leidet unter Erektionsstörungen

Den Ergebnissen zufolge leiden 31 Prozent der Befragten unter Erektionsstörungen. Zwar waren es bei den meisten Männern nur leichte Symptome, bei manchen war die Erektionsstörung aber stärker ausgeprägt bis hin zur Impotenz. Generell gaben 28 Prozent der Männer, die wegen ihres Konsums von der Polizei aufgegriffen wurden, Erektionsprobleme an. Unter den Konsumenten, die bereits wegen gesundheitlicher Probleme in Behandlung waren, litten sogar 70 Prozent unter Erektionsstörungen. Zum Vergleich: In der Normalbevölkerung haben je nach Studie 12 bis 18 Prozent der jungen Männer Taiwans Erektionsstörungen.

Viele der Befragten litten auch unter Harnwegserkrankungen. Dies betraf 7 Prozent der Konsumenten, die an einem Aufklärungskurs teilnehmen mussten und 78 Prozent der Männer, die sich bereits im Krankenhaus befanden. Das Risiko für Harnwegserkrankungen stieg mit dem Alter und der Dauer des Ketaminkonsums.

Das Forschungsteam vermutet einen direkten Einfluss von Ketamin auf die erektile Funktion. So litten betroffene Männer auch häufiger unter Harnwegserkrankungen, die vermutlich auf eine direkte Einwirkung von Ketamin auf die oberste Zellschicht im Inneren der Blase zurückzuführen ist.

Quelle:
Yang, S. S. D., Jang, M. Y., Lee, K. H., Hsu, W. T., Chen, Y. C., Chen, W. S. & Chang, S. J. (2018). Sexual and bladder dysfunction in male kete abusers: A large-scale questionnaire study. PLoS ONE, 13(11), e0207927.

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