Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Drugcom: Aktuelles: Lassen sich Entzugssymptome bei Cannabisabhängigkeit vorhersagen?

Kopfbereich mit Suchfeld

Sprung zum Menü „Die Drogen“

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Hauptinhaltsbereich

Sprung zum Seitenanfang

Sie befinden sich auf der Seite:

home > news > lassen sich entzugssymptome bei cannabisabhängigkeit vorhersagen?

10.08.2018

Lassen sich Entzugssymptome bei Cannabisabhängigkeit vorhersagen?

Nicht jede Person, die aus dem Kiffen aussteigen will, erlebt Entzugssymptome. Zwei Forscherinnen aus den Niederlanden haben untersucht, welche Faktoren Entzugssymptome begünstigen.

Mann mit Kapuze über dem Kopf hält Händer vor Gesicht

Bild: Bits and Splits / Fotolia.com

Manche kriegen schlechte Laune oder haben Schlafprobleme, bei anderen stellen sich Bauchschmerzen, Zittern oder starkes Schwitzen ein. Mit dem Kiffen aufzuhören kann eine Reihe von Beschwerden nach sich ziehen, die als Entzugssymptome bezeichnet werden. Allerdings erleben nicht alle Kiffer Entzugssymptome.

Janna Cousijn und Anna van Duijvenvoorde wollten wissen, welche Faktoren mit der Entstehung von Entzugssymptomen in Zusammenhang stehen, um diese gewissermaßen vorhersagen zu können. Somit könnten schon im Vorfeld eines Cannabisausstiegs geeignete medikamentöse oder andere Maßnahmen getroffen werden, um die betroffene Person darauf vorzubereiten. Denn Entzugssymptome verleiten Ausstiegswillige häufig dazu, wieder zum Joint zu greifen.

Eine Woche Abstinenz

Die Forscherinnen konnten 90 Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 31 Jahren für ihre Studie gewinnen. Alle kifften stark und wiesen deutliche Anzeichen einer Cannabisabhängigkeit auf. Die Hälfte der Teilnehmenden wurde einer Experimentalgruppe zugewiesen. Diese wurde instruiert, eine Woche lang das Kiffen sowie den Konsum von Nikotin, Alkohol und anderen psychoaktiven Substanzen so weit wie möglich zu reduzieren. Die andere Hälfte der Teilnehmenden konnte weiterkonsumieren wie bisher. Am Ende der Woche wurden beide Gruppen am Telefon nachbefragt.

Im Vorfeld hatten die Forscherinnen verschiedene Tests mit den Teilnehmenden durchgeführt. Dabei wurde unter anderem gemessen, wie gut sie in der Lage sind, ihr Verhalten durch gedankliche Kontrollstrategien zu steuern. Beispielsweise sind motivierende Selbstgespräche eine Möglichkeit, den Wunsch nach einem Joint in Schach zu halten. Zudem wurden depressive Symptome erfasst und das Ausmaß an Cannabis-bezogenen Problemen ermittelt.

Intensität depressiver Symptome und Cannabis-bezogener Probleme entscheidend

Tatsächlich erlebten die Personen der Experimentalgruppe mehr Entzugssymptome als die Kontrollgruppe, die ihr Konsumverhalten nicht ändern musste. Offenkundig hatten die Personen der Experimentalgruppe zumindest versucht, den Anweisungen der Forscherinnen Folge zu leisten. Dabei zeigten sich mehr oder weniger starke Entzugssymptome, darunter vor allem der starke Wunsch nach erneutem Konsum, verstärkte Reizbarkeit, seltsame Träume und Unruhe.

Die Stärke der Entzugssymptome stand dabei in einem signifikanten Zusammenhang mit vorherigen depressiven Symptomen und Cannabis-bezogenen Problemen. Das heißt, je mehr Konsumierende entsprechende Symptome bzw. Probleme bei sich wahrnahmen, umso stärker fielen die Entzugssymptome aus. Die Fähigkeit zur gedanklichen Selbstkontrolle scheint hingegen keinen Einfluss auf das Ausmaß an Entzugssymptomen zu haben. Allerdings ist bekannt, dass die Fähigkeit zur Selbstkontrolle beim Umgang mit Entzugssymptomen hilft.

Quelle:
Cousijn, J. & Duijvenvoorde, A. C. K. (2018). Cognitive and Mental Health Predictors of Withdrawal Severity During an Active Attempt to Cut Down Cannabis Use. Frontiers in Psychiatry, https://doi.org/10.3389/fpsyt.2018.00301.

0 Kommentare

Um Kommentare schreiben zu können, muss du dich anmelden oder registrieren.


Weiteres zum Thema auf drugcom.de

News

Topthemen

weitere verwandte Artikel

zum Seitenanfang

Über uns | Kontakt | Newsletter | Downloads | Materialien | Sitemap | Impressum | Datenschutz | Gebärdensprache

.