Leichter Alkoholkonsum doch nicht so gesund

21.04.2006

„Ein bis zwei Gläser Wein am Tag sind gesund“ - dieser weit verbreitete Glaube wird sogar durch einige wissenschaftliche Ergebnisse gestützt. Einer aktuellen Metaanalyse zufolge, beruhen diese möglicherweise auf fehlerhaften Studien.

Im Rahmen ihrer Metaanalyse nahm ein internationales Forschungsteam der University of California 54 Studien zu diesem Thema unter die Lupe. Die Befunde dieser Untersuchungen sprechen dafür, dass moderates Trinken die Wahrscheinlichkeit für erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck, Herzinfarkte und Schlaganfälle senkt. In anderen wissenschaftlichen Untersuchungen hingegen wurden Zweifel an der gesundheitsfördernden Wirkung des moderaten Alkoholtrinkens geäußert.

Bei genauerem Hinsehen zeigte sich, dass die Studien, nach denen Alkoholkonsum gesundheitsförderliche Wirkungen habe, einen grundsätzlichen Fehler aufwiesen: In ihrer Einteilung von Konsumierenden und Abstinenten deklarierten sie auch diejenigen als alkoholabstinent, die aus gesundheitlichen Gründen auf Alkohol verzichteten. So wurden Personen als Nichttrinker bezeichnet, die unter Umständen schwer krank waren oder bestimmte Medikamente einnehmen mussten. Es sei wenig verwunderlich, dass solche Abstinenzler mitunter früher sterben als gesunde Weinliebhaber, so die Co-Autorin der Überblicksstudie, Kaye Fillmore.

Sieben korrekt durchgeführte Untersuchungen kamen jedoch ebenfalls zum Schluss, dass ältere Personen, die gelegentlich Alkohol konsumieren, im Großen und Ganzen gesünder sind als alkoholabstinente Personen. Allerdings weisen die Forscherinnen und Forscher um Fillmore darauf hin, dass leichtes Trinken im Alter eher ein Anzeichen und nicht notwendigerweise der Grund für eine gute Gesundheit ist.

Gesundheitsförderliche Wirkungen von moderatem Alkoholkonsum sind nach Aussage der Überblicksstudie zwar nicht grundsätzlich auszuschließen, es seien allerdings einfach zu wenige fehlerfreie Studien durchgeführt worden, um hierüber eine gesicherte Aussage treffen zu können.

Quellen:
www.wissenschaft.de
Berliner Zeitung
www.alkoholpolitik.ch

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