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25.05.2018
In einer US-amerikanischen Studie konnte nachgewiesen werden, dass der Cannabis-Wirkstoff THC schon Minuten nach dem Konsum in die Muttermilch übergeht.

Bild: vanda lay / photocase.de
Im US-Bundesstaat Colorado kann Cannabis ab 21 Jahren legal erworben werden. Dennoch war es gar nicht so einfach, stillende Mütter für die Studie zu gewinnen, die zugeben zu kiffen, schreibt das Forschungsteam in ihrem Fachartikel. Studienleiter Thomas Hale und sein Team vermuten, dass viele Frauen Sorge hatten, Probleme mit Behörden zu bekommen, wenn bekannt wird, dass sie als stillende Mutter Cannabis konsumieren. Daher wurde besonders Wert darauf gelegt, dass die Teilnahme an der Studie unter anonymen Bedingungen erfolgte und die Frauen nicht persönlich erscheinen mussten.
Über Flyer und Mund-zu-Mund-Propaganda wurden Mütter angesprochen, die ihre ein bis sechs Monate alte Babys noch voll stillten und Cannabis konsumierten. Frauen, die Interesse bekundeten, wurden gebeten, in einem bestimmten Geschäft eine spezielle Sorte Cannabis zu kaufen. Das Forschungsteam hatte vorab eine abgepackte Menge bereitstellen lassen. Der THC-Gehalt betrug 23,18 Prozent. Es handelte sich also um ziemlich potenten Cannabis. Eine Glaspfeife, eine Milchpumpe mit Probenbehältern und Versandmaterial wurden den Frauen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Acht Frauen konnten für die Studie gewonnen werden. Sie wurden gebeten, mindestens 24 Stunden kein Cannabis zu konsumieren und sich kurz vor dem Rauchen der genau bemessenen Menge Cannabis die erste Probe Muttermilch abzupumpen. 20 Minuten nach dem Konsum sowie ein, zwei und vier Stunden später sollten die Frauen weitere Muttermilchproben entnehmen.
Die Auswertungen zeigten, dass die THC-Konzentration in der Muttermilch schnell ansteigt und nach etwa einer Stunde ihren Höhepunkt erreicht. Der höchste Wert lag bei 94 Nanogramm THC pro Milliliter Muttermilch. Über die nächsten Stunden fiel die THC-Konzentration langsam wieder ab. Babys, die ausschließlich über Muttermilch ernährt werden, würde so etwa 2,5 Prozent der Dosis zu sich nehmen, die die Mutter aufgenommen hat.
Da es keinen weiteren Kontakt zu den Müttern gab, kann das Forschungsteam keine Aussagen dazu machen, welchen Einfluss die aufgenommene Dosis THC auf ihre Babys hat. Bekannt ist allerdings, dass endogene Cannabinoidrezeptoren an der Hirnentwicklung beteiligt sind. So gibt es Hinweise, dass Cannabiskonsum in der Schwangerschaft die Vernetzung im Gehirn beeinflusst.
Quellen:
Cannabis und Tabak haben ähnliche Folgen für die Blutgefäße (16.07.2025)
Mehr Notfallbehandlungen wegen 420 (18.06.2025)
Was ist hochriskanter Cannabiskonsum? (14.05.2025)
Der Einfluss des Zeitpunkts beim Mischkonsum von Cannabis und Alkohol (07.05.2025)
Sind Cannabis und Nikotin immer noch „Freunde“? (23.04.2025)Webanalyse / Datenerfassung
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