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11.05.2018

Tabakrauchen schädigt Gefäße wesentlich stärker als Cannabis

Schädigt Cannabiskonsum die Gefäße? In einer Langzeitstudie mit Cannabiskonsumierenden konnten nur geringfügige Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Gefäßverkalkung gefunden werden. Das größte Risiko geht bei den meisten Cannabiskonsumierenden vom Tabakkonsum aus.

Aufgemalte brennende Zigarette, Mann hält sich Nase zu

Bild: David-W- / photocase.de

Jede Minute rauschen mehrere Liter Blut durch unsere Gefäße. Als Arterien werden Gefäße bezeichnet, die sauerstoffreiches Blut zu den Organen transportierten. An den Innenwänden der Arterien können sich mit der Zeit so genannte Plaques ablagern und Durchblutungsstörungen verursachen. In der Fachsprache wird diese Veränderung als Atherosklerose bezeichnet, umgangssprachlich wird auch von Gefäßverkalkung gesprochen.

Vom Tabakrauchen ist bekannt, dass es die Gefäßverkalkung vorantreibt. Cannabis wird in den meisten Fällen ebenfalls geraucht. Fördert Kiffen womöglich die Plaquebildung in den Gefäßen? In einer neuen Langzeitstudie war dies nur der Fall, wenn die Personen auch Tabak rauchten.

Studie über 25 Jahre

Für ihre Untersuchung verwendete das Forschungsteam die Daten einer Langzeitstudie aus den USA, an der über 5.000 Personen teilgenommen haben. Zu Beginn der Studie waren die Teilnehmenden zwischen 18 und 30 Jahre alt. Über einen Zeitraum von 25 Jahren wurden die Teilnehmenden wiederholt zu ihrem Tabak- und Cannabiskonsum befragt. Im 25. Jahr der Studie wurde das Ausmaß der Gefäßverkalkung mit Hilfe der Computertomographie gemessen.

Von 3.117 Personen lagen Ergebnisse aus der Computertomographie vor. 84 Prozent der Teilnehmenden haben schon mal Cannabis konsumiert, 49 Prozent haben täglich Tabak geraucht. Wie zu erwarten war, gab es einen starken Zusammenhang zwischen dem Ausmaß des Tabakrauchens und der Gefäßverkalkung.

Wurden nur die Personen betrachtet, die zwar Cannabis, aber nie Tabak geraucht haben, ließ sich hingegen keine verstärkte Plaque-Bildung nachweisen. Dabei wurden auch andere Faktoren wie die sportliche Betätigung, Alkoholkonsum oder Bluthochdruck berücksichtigt.

Nur langjähriges tägliches Kiffen erhöht Risiko für Gefäßverkalkung

Lediglich bei Personen, die über mehrere Jahre täglich gekifft haben, war ein gewisser Trend zu einem erhöhten Risiko für Gefäßverkalkung nachweisbar. Allerdings gibt das Forschungsteam zu bedenken, dass starker Cannabiskonsum nur auf wenige Personen in der Studie zutraf und es verfrüht wäre, Cannabis als Auslöser für Gefäßverkalkung zu bezeichnen, zumal die Personen mit starkem Cannabiskonsum auch Tabak rauchten.

Zwar könne nach Meinung des Forschungsteams nicht ausgeschlossen werden, dass tägliches Kiffen über einen langen Zeitraum die Gefäßverkalkung fördert. Klar sei aber, dass für die meisten Cannabiskonsumierenden das größte Risiko vom Tabakrauchen ausgeht.

Quellen:

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