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22.12.2006
In den Niederlanden darf Cannabis unter bestimmten Bedingungen in so genannten Coffee-Shops verkauft werden. Seit 2003 wird Cannabis zudem von Apotheken verkauft, allerdings nur an Patientinnen und Patienten, die Cannabis ärztlich verschrieben bekommen. Ein Forscher der Universität Leiden hat die Qualität verschiedener Proben aus Apotheken und Coffee-Shops untersucht und dabei festgestellt, dass alle aus Coffee-Shops stammenden Proben mit Bakterien und Pilze behaftet waren und Konsumierende damit einem nicht unerheblichen Gesundheitsrisiko ausgesetzt sind.
Als einziges Land weltweit tolerieren die Niederlande den Verkauf von Cannabis in so genannten Coffee-Shops, allerdings unter strengen Bedingungen wie beispielsweise kein Verkauf an Minderjährige (unter 18 Jahren) oder kein Verkauf von mehr als 5 Gramm Cannabis pro Verkauf. Seit dem 1. September 2003 ist Cannabis zudem als Medikament in Apotheken erhältlich. Das medizinische Cannabis muss ärztlich verschrieben werden und ist für Patientinnen und Patienten gedacht, die an schweren Erkrankungen wie AIDS, Multiple Sklerose oder Krebs leiden und bei denen konventionelle Behandlungsformen nicht gewirkt haben.
Der medizinische Cannabis wird vom Büro für medizinisches Cannabis (BMC) kontrolliert, das der niederländischen Regierung unterstellt ist. Durch die Kontrollen soll eine gleichbleibend hohe Qualität für die Patientinnen und Patienten gewährleisten werden. Die Qualitätskontrollen haben allerdings ihren Preis. Apotheken verkaufen 5 Gramm zu 40-45 Euro, während Coffee-Shops nur etwa die Hälfte für Cannabis verlangen. Einige Patientinnen und Patienten, die Cannabis verschrieben bekommen haben, sollen allerdings die Qualität des medizinischen Cannabis bemängelt haben: Es sei zu schwach, zu stark oder zu trocken.
Arno Hazekamp von der Universität Leiden ist diesen Gerüchten auf den Grund gegangen und hat ein für Coffee-Shops wenig schmeichelhaftes Testergebnis zu Tage gebracht. Zwar wurden keine offensichtlichen Unterschiede beim Anteil an THC festgestellt, der Haupt-Wirksubstanz von Cannabis. Mit Hilfe von mikrobiologischen Untersuchungen, die beim medizinischem Cannabis standardmäßig durchgeführt werden, wurden jedoch Bakterien und Pilze auf den Cannabisproben aus Coffee-Shops gefunden: Alle Proben überschritten die hierfür geltenden Grenzwerte. In den Cannabis-Proben aus Apotheken wurden hingegen keine Keime gefunden.
Einige der gefundenen Schimmelpilze können gefährliche Gifte produzieren, die auch beim Rauchen nicht vollständig durch Hitze zerstört und somit eingeatmet werden. Für die Konsumierenden habe dies nach Meinung des Autors besonders dann ein Gesundheitsrisiko, wenn täglich konsumiert wird.
Quelle:
Hazekamp A. (2006). Eine Beurteilung der Qualität von medizinischem Cannabis in den Niederlanden. Cannabinoids, 1: 1-10. Verfügbar unter: http://www.cannabis-med.org/german/journal/de_2006_01_1.pdf (pdf, 272 kB)
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