Schwere Gedächtnisschäden durch Ecstasy

28.09.2005

Der hoch dosierte und anhaltende Konsum von Ecstasy kann schwere Gesundheitsschäden hervorrufen. Eine neue Studie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt vor allem Beeinträchtigungen des Gedächtnisses sowie Depressionen und Abhängigkeitserkrankungen auf.

Die Forschergruppe um Prof. Rainer Thomasius hat in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Addiction“ eine neue Studie zu den Auswirkungen von starkem Ecstasykonsum veröffentlicht. Untersucht wurden vier Gruppen mit jeweils 29 bis 30 Versuchspersonen:

  1. Personen, die aktuell regelmäßig Ecstasy konsumieren
  2. Ehemalige Ecstasy-Konsumentinnen und -konsumenten mit lang anhaltendem Konsum
  3. Personen, die Mischkonsum betreiben - also verschiedene Drogen (wie zum Beispiel Cannabis, Kokain oder Amphetamine) konsumieren, jedoch kein Ecstasy nehmen
  4. drogenabstinente Kontrollpersonen

Die Auswertung der Daten ergab, dass bei der Hälfte der aktuell Ecstasy Konsumierenden und 59 Prozent der ehemaligen Konsumentinnen und Konsumenten eine drogeninduzierte (durch Drogen hervorgerufene) Gedächtnisstörung vorlag. Diese Beeinträchtigung war auch noch fünf Monate nach Beendigung des Ecstasykonsums nachweisbar. In der Mischkonsum-Gruppe betraf dies lediglich 17 Prozent der Personen.

Depressive Störungen konnten bei 24 Prozent der ehemaligen und bei 20 Prozent der aktuellen Ecstasy-Konsumentinnen und -Konsumenten diagnostiziert werden. In der Mischkonsum-Gruppe waren es null Prozent. Angststörungen wurden bei 14 Prozent der ehemaligen und 17 Prozent der aktuell Ecstasy Konsumierenden festgestellt (Mischkonsum-Gruppe: drei Prozent). Außerdem wurde bei 73 Prozent der Ecstasy Konsumierenden eine schwere Abhängigkeit nachgewiesen!

„Das neurotoxische Potential von Ecstasy ist wesentlich höher als das von Kokain, Cannabis und Amphetaminen“, resümiert Prof. Thomasius.

Siehe auch drugcom-Special: Gedächtnisprobleme durch Ecstasy

Quellen:

Abstract in Addiction
idw-online.de
www.aerztezeitung.de

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