Home > News > Aktuelle Meldungen > Warnung vor Beimischungen von synthetischen Opioiden in Heroin
13.12.2023
In Irland und Großbritannien haben synthetische Opioide zu einer Häufung von Drogennotfällen geführt. Fachleute warnen: Auch in Deutschland könnte die Zahl akuter Drogennotfälle drastisch steigen.

Bild: powerofforever / iStock.com
Innerhalb von nur vier Tagen sollen sich 54 Drogennotfälle in der irischen Stadt Dublin ereignet haben. Weitere Fälle habe es in Großbritannien gegeben. Fachleute aus der Suchtforschung und Suchthilfe warnen, dass auch in Deutschland die Zahl der Drogennotfälle bald zunehmen könnte.
Als Grund werden Beimischungen von synthetischen Opioiden wie Fentanyl oder Nitazene in Heroin genannt. Synthetische Opioide können mehr als 100-mal stärker wirken als Morphin. Konsumierende riskieren eine Überdosis, wenn sie Heroin erwarten. Die dadurch ausgelöste Atemlähmung kann schnell tödlich verlaufen.
Die Produktion von synthetischen Opioiden sei vermutlich billiger als die von Heroin. Zusätzlich werde die Entwicklung durch die Taliban in Afghanistan vorangetrieben. Nach Angaben des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) haben die Taliban den Anbau von Schlafmohn verboten. Seitdem sei die Produktion um 95 Prozent eingebrochen.
Aus Schlafmohn wird Rohopium gewonnen, das als Grundstoff für die Produktion von Morphium oder Heroin dient. Die mangelnde Verfügbarkeit der natürlichen Rohstoffe könne die Heroinproduktion bedeutsam reduzieren. Dieser Mangel werde voraussichtlich immer stärker durch synthetische Opioide ausgeglichen. Fachleute fordern daher Städte und Kommunen auf, schnell Vorkehrungen zu treffen wie beispielsweise Schnelltests in Drogenkonsumräumen, um Drogennotfällen vorzubeugen.
Ein wirksames Medikament bei Notfällen mit Opioiden ist Naloxon. Es verdrängt die Opioide von den Rezeptoren und hebt so die Atemlähmung auf. Das Notfallmedikament Naloxon gibt es als Nasenspray, das auch von medizinischen Laien verabreicht werden kann. Drogengebrauchende können es sich ärztlich verschreiben lassen.
Die Deutsche Aidshilfe bietet auch ein Online-Training zum Thema Naloxon und Drogennotfall an.
Quellen:
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