Warum Crack besonders giftig ist fürs Gehirn

20.11.2024

Studien zufolge ist Crack aufgrund einer im Rauch enthaltenen Substanz noch nervenschädigender als Kokain.

Bild: Santiago Nunez / photocase.de

Die Knackgeräusche beim Rauchen geben der kristallinen Droge ihren Namen. Crack wird aus Kokain hergestellt und gilt als besonders suchtgefährdend. Die Wirkung von Crack setzt schneller ein als bei geschnupftem Kokain, lässt aber auch schneller wieder nach. Dadurch kann ein starker Drang ausgelöst werden, den Konsum zu wiederholen.

Crack gilt zudem als besonders neurotoxisch, also nervenschädigend. Doch warum eigentlich? Ein Forschungsteam aus Brasilien hat eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit dazu erstellt. In ihrer Recherche haben die Forschenden nach Studien Ausschau gehalten, in denen die Wirkungen von Crack und Kokain experimentell miteinander verglichen wurden. Bei zwölf Studien sind die Forschenden fündig geworden. In diesen Studien wurde entweder auf Zellebene oder mit Versuchstieren gearbeitet.

Giftige Substanz entsteht im Prozess der Verbrennung

Den Ergebnissen zufolge wird beim Rauchen von Crack nicht nur Kokain eingeatmet. Im Verbrennungsprozess entsteht eine Substanz namens Anhydroecgoninmethylester oder kurz AEME. Kokain allein hat bereits eine neurotoxische Wirkung. Beim Crack-Rauchen scheint die Kombination von Kokain und AEME die neurotoxische Wirkung jedoch zu verstärken.

Die nervenschädigende Wirkung wird unter anderem durch einen Prozess ausgelöst, der als Apoptose bezeichnet wird. Dabei stirbt die Nervenzelle. Apoptose ist zwar für die normale Entwicklung eines Organismus wichtig, um defekte Zellen zu entsorgen. Kokain führt aber vermehrt zur Apoptose. Experimentelle Studien haben gezeigt, dass die gleichzeitige Einnahme von AEME diesen Prozess zusätzlich beschleunigt.

Häufiger psychiatrische Folgen durch Crack

Die Studienrecherche hat zudem verdeutlicht, dass Crack noch stärker als Kokain psychiatrische Folgen nach sich zieht, darunter Symptome einer Schizophrenie und Einbußen der geistigen Leistungsfähigkeit. Auch scheint die Schwelle für epileptische Anfälle beim Crack-Rauchen noch stärker zu sinken als wenn Kokain allein konsumiert wird.

 

Quelle:

Garcia, R. C. T., Spelta, L. E. W., Udo, M. S. B., Bruno, V., Fonseca, D. A., Almeida, C. A. F., Reis, T. M., Torres, L. H. & Marcourakis, T. (2024). Neurotoxicity of crack cocaine exposure: evidence from a systematic review of in vitro and in vivo studies. Arch Toxicol, 98, 2797-2816. https://doi.org/10.1007/s00204-024-03782-7

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