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 HomeWissenstestsCannabisWeitere Informationen zu Cannabis > Cannabis-induzierte Hyperemesis

Cannabis-induzierte Hyperemesis

Eine Cannabis-induzierte Hyperemesis zeichnet sich durch immer wieder auftretende Brechattacken aus. Dass Cannabis Ursache von Übelkeit und Erbrechen sein kann, ist noch nicht lange bekannt. In der Fachliteratur gibt es eine ganze Reihe von Fällen, in denen Cannabis erst sehr spät als mögliche Ursache der Brechattacken in Betracht gezogen wurde. Denn das Phänomen scheint eine eher seltene Krankheit zu sein.

2004 hatte ein Forschungsteam erstmals darüber berichtet und das Syndrom als Cannabis-induzierte Hyperemesis bezeichnet. In dem Artikel wurden 19 Fälle beschrieben, in denen die gleichen Symptome auftraten und in denen keine andere Diagnose gestellt werden konnte.

Zwanghaftes Duschen oder Baden

In der Regel helfen keine Medikamente gegen das Erbrechen. Kurioserweise scheint die einzige wirksame Maßnahme heißes Duschen oder Baden zu sein. Sobald die Betroffenen dies herausfinden, entwickeln sie ein geradezu zwanghaftes Verhalten. Dieses Verhalten ist von keiner anderen Erkrankung bekannt. Zwanghaftes Duschen oder Baden gilt daher als wichtiges Kriterium, um das durch Cannabis hervorgerufenes Erbrechen von anderen Erkrankungen mit Erbrechen zu unterscheiden.

In der Regel geht den Brechanfällen eine Phase voraus, in der den Konsumierenden zunächst nur übel ist oder sie Bauchschmerzen bekommen. Fatalerweise verstärken viele Betroffene dann ihren Konsum, in der fälschlichen Annahme, dass ihnen Cannabis helfen könnte. Denn THC, der Hauptwirkstoff von Cannabis, wird zuweilen auch in der Medizin gegen Übelkeit und Erbrechen eingesetzt. Bei manchen Personen scheint Cannabis jedoch eine paradoxe Wirkung zu haben und eben diese Symptome hervorzurufen.

Nur Ausstieg hilft

Die Behandlung der Cannabis-induzierten Hyperemesis ist denkbar einfach: Cannabiskonsumierenden mit entsprechenden Symptomen wird empfohlen, das Kiffen einzustellen. Denn die bisherigen Berichte zeigen auf, dass in fast allen Fällen schon nach kurzer Zeit eine deutliche Verbesserung der Symptomatik zu beobachten ist, wenn der Konsum eingestellt wird.