Wie entsteht eine psychische Abhängigkeit von Kokain?

Kokain wird ein besonders hohes Abhängigkeitspotential zugesprochen. Was heißt das? Wird jeder sofort abhängig von Kokain?

Eine sofortige Abhängigkeit ist wohl eher unwahrscheinlich. Grundsätzlich kann jedoch jeder Mensch abhängig werden. Wie auch bei anderen Substanzen hängt dies vom Konsummuster ab. Die spezifische Wirkung des Kokains kann jedoch bei Personen, die für die Effekte der Droge besonders empfänglich sind, rascher zu einer Abhängigkeit führen als bei Menschen, die auf die Wirkungen des Kokains nicht so stark reagieren.

Empfänglich sind vor allem Personen, die größere Selbstwertprobleme haben, die also nicht zufrieden mit sich sind beziehungsweise gerne stärker, selbstbewusster oder einfach „besser“ sein wollen.

Kokain ist in der Lage, zumindest kurzfristig die Zweifel an der eigenen Person zu vertreiben, Grübeleien ein Ende zu bereiten und den Anschein eines erhöhten Selbstbewusstseins zu erwecken. Von anderen (nüchternen) Menschen wird das durch Kokain gestützte Selbstbewusstsein oft jedoch als Arroganz und emotionale Kälte wahrgenommen.

Auch wird der tatsächliche Zugewinn an Leistungsfähigkeit oder Kreativität deutlich überschätzt. Am Ende erfolgt das Gegenteil der anfänglichen Wirkung: Depression, Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Ideenlosigkeit und innere Leere.

Info:

Wie verläuft der Kokainentzug?

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