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28.09.2018

Alkohol und Tabak schaden den Gefäßen schon in jungen Jahren

Die gefäßschädigende Wirkung von Alkohol und Tabak konnte in einer britischen Studie schon bei 17-Jährigen nachgewiesen werden.

Junge Menschen mit Zigaretten und Bierflaschen in der Hand

Bild: Stephan / Fotolia.com

Mit jedem Herzschlag fließt eine Welle durch unsere Gefäße. Arterien, die sauerstoffreiches Blut vom Herz weg transportieren, dehnen sich kurz aus und ziehen sich umgehend wieder zusammen. Somit wird auch in der Erschlaffungsphase des Herzens ein gleichbleibender Blutfluss gewährleistet. Mit dem Älterwerden versteifen die Gefäße allerdings. Der Blutdruck steigt und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall nimmt zu.

Tabakrauchen und Alkoholkonsum können den natürlichen Alterungsprozess der Gefäße zusätzlich beschleunigen. Die meisten Menschen beginnen schon im Jugendalter mit dem Konsum von Alkohol und Tabak. Bislang war unklar, ob der frühe Substanzkonsum bereits Auswirkungen auf die Gefäße junger Menschen hat. Eine Forschungsgruppe aus dem Vereinigten Königreich hat sich nun dieser Frage angenommen.

Das Team hat 1.266 Jungen und Mädchen im Alter von 17 Jahren untersucht. Bereits im Alter von 13 und 15 Jahren wurden die Jugendlichen zu ihrem Tabak- und Alkoholkonsum befragt. Die Gefäßsteifigkeit wurde mit Hilfe eines Geräts ermittelt, dass die so genannte Pulswellengeschwindigkeit durch Blutdruckmessungen am Hals und am Oberschenkel errechnet. Dabei gilt: Je höher die Pulswellengeschwindigkeit, desto steifer die Gefäße.

Steifere Gefäße schon bei leichtem Rauchen

Sowohl das Rauchen wie auch der Alkoholkonsum standen schon im Alter von 17 Jahren nachweislich mit einer erhöhten Gefäßsteifigkeit in Zusammenhang. Zwar kann die Beobachtungsstudie nicht eindeutig klären, ob der Substanzkonsum die erhöhte Gefäßsteifigkeit verursacht oder nicht doch andere Faktoren daran beteiligt sind. Dafür spricht aber, dass eine Dosis-Wirkungs-Beziehung gefunden wurde: Je mehr die Jugendlichen rauchten und je intensiver sie das Rauschtrinken betrieben, desto steifer waren ihre Gefäße. Bekannte Risikofaktoren wie Blutfettwerte oder körperliche Aktivität wurden in den Analysen berücksichtigt.

Die Elastizität der Gefäße war bei jungen Menschen, die intensiv Rauchen und Alkoholtrinken, um 11 Prozent gegenüber Jugendlichen nachgelassen, die nicht rauchen und nur wenig Alkohol konsumieren. Allerdings hatte auch schon bei leichtem Rauchen und gelegentlichem Rauschtrinken die Elastizität der Gefäße nachgelassen.

Hingegen wiesen Teenager, die wieder aufgehört hatten zu rauchen und das Rauschtrinken vermieden, ähnliche Werte wie Jugendliche auf, die nie geraucht haben und sich auch beim Alkohol zurückhielten. Dies spricht dafür, dass die Arterien sich wieder regenerieren können, wenn der Substanzkonsum eingestellt wird.

Quellen:

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