Home > News > Aktuelle Meldungen > Cannabis in der Schwangerschaft könnte Hirnentwicklung des Kindes beeinflussen
29.07.2016
Die Reifung des Gehirns beginnt im Mutterleib. In einer aktuellen Studie aus den Niederlanden wiesen die Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft gekifft hatten, Veränderungen in der Hirnstruktur auf.

Bild: Milkos / Fotolia.com
Wenn eine Schwangere kifft, konsumiert das ungeborene Kind ebenfalls. Der Cannabis-Wirkstoff THC gelangt über die Nabelschnur in den Blutkreislauf des Kindes. Geschätzt wird, dass weltweit zwischen 2 und 13 Prozent der schwangeren Frauen Cannabis konsumieren. Die Folgen für die Entwicklung des Kindes sind bislang jedoch noch wenig erforscht. Da Cannabinoid-Rezeptoren bereits im Gehirn von Ungeborenen nachgewiesen wurden, steht zu befürchten, dass sich Cannabis ungünstig auf die Gehirnentwicklung auswirken könnte.
Um dies zu prüfen, hat ein Forschungsteam Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren mit Hilfe der Magnetresonanztomographie (MRT) untersucht. In der Generation-R-Studie werden 10.000 Kinder seit der Schwangerschaft ihrer Mutter begleitet. Bei 54 Kindern war bekannt, dass die Mütter in der Schwangerschaft gekifft haben. 113 Kinder von abstinenten Müttern bildeten die Kontrollgruppe.
In den MRT-Scans zeigten sich bedeutsame Unterschiede zwischen den beiden Gruppen: Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft gekifft hatten, wiesen eine dickere Hirnrinde im Bereich des Frontalhirns auf als Kinder von abstinenten Müttern. Das Frontalhirn ist eine Region, die für höhere kognitive Funktionen zuständig ist wie Aufmerksamkeit und planerisches Handeln oder die Fähigkeit, aufkommende Impulse zu unterdrücken.
Welche Folgen eine dickere Hirnrinde für die Kinder hat, dazu liefert die Untersuchung keine Antwort. Das Forschungsteam verweist aber auf andere Studien, in denen Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft gekifft haben, Verhaltensauffälligkeiten wie Aufmerksamkeitsprobleme und aggressives Verhalten zeigten.
Dennoch bleibt unklar, in welchem Maße Cannabis Ursache der Hirnveränderungen ist. Denn die meisten Mütter, die in der Schwangerschaft Cannabis konsumieren, rauchen auch Zigaretten. Zudem gibt es weitere ungünstige soziale Umstände, die mit dem Drogenkonsum einhergehen und Einfluss nehmen können auf das Verhalten der Kinder.
Quellen:
Wer häufig Cannabis konsumiert, verspürt weniger Vorfreude (04.02.2026)
Reduzierte Gehirnaktivierung bei starkem Cannabiskonsum (26.02.2025)
Wie sich die Cannabis-Wirkstoffe THC und CBD auf die Hirnaktivität auswirken (27.11.2024)
Sind Gedächtnisprobleme bei starkem Cannabiskonsum auf Schlafstörungen zurückzuführen? (23.10.2024)Webanalyse / Datenerfassung
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