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18.03.2020
Die Nachweisdauer von Cannabis kann sehr unterschiedlich ausfallen, wie aktuelle Studien unterstreichen.

Bild: filmfoto / istockphoto.com
„Schönen guten Tag, haben Sie Drogen genommen?“ Als Dani von der Polizei kontrolliert wurde, war sie sich zunächst sicher, dass ihr letzter Konsum lang genug zurückliegt. War ja schließlich schon ein paar Stunden her. Doch der Test schlug positiv an. Der Führerschein war dann erst mal weg. Was Dani nicht wusste: Der Cannabiswirkstoff THC oder seine Abbauprodukte können noch lange nach dem letzten Konsum im Urin nachgewiesen werden, obwohl Betroffene sich nicht mehr berauscht fühlen. Wie lange, das wurde kürzlich in einer Studie aus den USA untersucht.
Für die Untersuchung haben Studienleiterin Randi Schuster und ihr Team 70 Jugendliche und unge Erwachsene gebeten, über einen Zeitraum von 28 Tagen insgesamt 7 Urinproben abzugeben. Alle Teilnehmenden sollten ihren Cannabiskonsum für diese Zeit einstellen. Studien zur Nachweisdauer seien nach Angaben des Forschungsteams bislang nur an Erwachsenen durchgeführt worden. Mit ihrer Studie sollte der Cannabisabbau erstmals bei jungen Menschen untersucht werden.
Wie sich zeigte, war das Cannabisabbauprodukt THCCOOH bei vier von zehn der Teilnehmenden noch nach knapp einem Monat Abstinenz nachweisbar. 19 Prozent der Getesteten hätten den in den USA geltenden Grenzwert für Cannabis am Arbeitsplatz überschritten. Die Ergebnisse würden sich nicht wesentlich von denen unterscheiden, die an Erwachsenen ermittelt wurden.
Im Gegensatz zu früheren Studien konnte in der aktuellen Untersuchung von Schuster und ihrem Team jedoch kein eindeutiger Zusammenhang zwischen der vorangegangenen Konsumintensität und der Nachweisdauer ermittelt werden. Die Geschwindigkeit des Cannabisabbaus schwankte von Person zu Person. Für Konsumierende bedeutet dies, dass sie auch Tage oder sogar Wochen nach dem letzten Konsum damit rechnen müssen, im Falle einer Kontrolle positiv getestet zu werden.
Eine andere Studie aus Norwegen kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Demzufolge sei auch bei nicht täglichem, aber wöchentlichem Konsum davon auszugehen, dass THC kontinuierlich in nennenswerter Menge im Körper zirkuliert. Im Gegensatz zu Alkohol, der nach einem Tag gänzlich abgebaut ist, verschwinde THC bei wöchentlichem Konsum nie ganz aus dem Körper.
Der Grund hierfür beruht auf der Fettlöslichkeit von THC. Der Cannabiswirkstoff lagert sich im Fettgewebe an und wird von dort nur langsam in den Blutkreislauf abgegeben. Frühere Studien haben nachweisen können, dass auch eine Diät oder Sport eine erhöhte Freisetzung von THC aus dem Fettgewebe in den Blutkreislauf bewirken kann.
Quellen:
Webanalyse / Datenerfassung
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