Neuer Tabakatlas: Rauchen für fast jede fünfte Krebserkrankung verantwortlich

24.09.2025

Die Deutschen rauchen weniger, aber immer noch zu viel. Rauchen ist die größte vermeidbare Ursache für Krebserkrankungen, warnen das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Deutsche Krebshilfe.

Bild: D-Keine / iStock.com

Kalter Rauch schädigt auch. Diese und viele weitere Erkenntnisse über die Schädlichkeit des Rauchens lassen sich aus dem aktuellen Tabakatlas ziehen. Der Tabakatlas wird vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Deutschen Krebshilfe herausgegeben.

Bei kaltem Rauch handelt es sich um giftige Rückstände aus Tabakrauch. Diese zum Teil krebserregenden Stoffe lagern sich auf Oberflächen ab und können von anderen Menschen über die Lunge, den Mund oder die Haut aufgenommen werden. So empfiehlt das DKFZ, dass bei Bezug einer Raucherwohnung, Tapeten und Teppiche komplett entfernt werden sollten.

Jeder siebte Todesfall eine Folge des Rauchens

Dass das Rauchen gefährlich ist, dürfte allseits bekannt sein. Was aber vermutlich nicht allen Menschen bewusst ist: Das Rauchen schädigt nahezu alle Organe des Körpers. Nicht nur die Atemwege sind betroffen. Die giftigen Inhaltsstoffe erhöhen das Risiko für eine Vielzahl an Krebserkrankungen.

Das hat Folgen: Etwa 20 Prozent aller Krebserkrankungen sind auf das Rauchen zurückzuführen. Im Jahr 2023 starben in Deutschland etwa 131.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Etwa jeder siebte Todesfall kann auf das Rauchen zurückgeführt werden.

Raucherquote sinkt, aber Zunahme des Gebrauchs von Vapes

Erfreulich ist hingegen, dass der Anteil Rauchender in der Bevölkerung seit vielen Jahren kontinuierlich sinkt. Das trifft besonders auf Jugendliche zu. Während vor 20 Jahren noch über 20 Prozent der 12- bis 17-Jährigen rauchten, waren es im Jahr 2023 nur noch 7 Prozent.

Allerdings ist ein Trend hin zu neuen Nikotinprodukten zu beobachten. Vor allem junge Menschen scheinen gerne mit E-Zigaretten zu experimentieren, auch bekannt als Vapes. Fast acht Prozent der 12- bis 17-Jährigen und rund 15 Prozent der 18- bis 25-Jährigen haben in den letzten 30 Tagen eine Vape verwendet. Viele greifen vor allem zu Einweg-Vapes.

„Immer mehr Jugendliche greifen zu Vapes, die mit fruchtigen Aromen und buntem Design gezielt junge Menschen ansprechen“, warnt der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck. „Produkte, die nach Wassermelone oder Erdbeere schmecken, wirken harmlos, können aber rasch in eine Abhängigkeit führen.“

Umweltbelastung durch Tabak

Neben den gesundheitlichen Konsequenzen beleuchtet der Tabakatlas auch die immensen Folgen des Rauchens für die Umwelt. Die Giftstoffe aus den Filtern und Tabakresten achtlos weggeworfener Zigarettenkippen gelangen in die Umwelt und schädigen Tiere und Pflanzen. Die weltweite Tabakproduktion hat auch einen großen ökologischen Fußabdruck: Sie verursacht ähnlich viele Treibhausgase wie ein kleines Industrieland.

Rauchstopp lohnt immer

Doch die gute Nachricht ist: Ein Rauchstopp lohnt sich immer und in jedem Alter. Wer zwischen 25 und 34 Jahren aufhört zu rauchen, steigert nicht nur seine Lebensqualität, sondern gewinnt im Schnitt 10 Lebensjahre im Vergleich zu Personen, die weiterrauchen.

Ausstiegswillige können auf ein großes Repertoire an Hilfen zurückgreifen. Es gibt beispielsweise Nikotinersatzpräparate wie Nikotinkaugummis oder Pflaster. Medikamente wie Vareniclin oder Bupropion haben zwar ihre Nebenwirkungen, können aber für sehr stark Rauchende eine Option sein. In jedem Falle helfen Beratungs- und Therapieangebote.

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit bietet folgende kostenlose Hilfen an:

  • Telefon-Beratung zur Rauchentwöhnung: 0800 8 31 31 31 (kostenfreie Servicenummer)
  • Online-Beratung unter www.rauchfrei-info.de

 

 

Quellen:

  1. Pressemitteilung DKFZ (2.9.2025)
  2. Tabakatlas Deutschland 2025
  3. Schaller, K. & Mons, U. (2016). Kalter Tabakrauch. Heidelberg: DKFZ. 

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