„Passivtrinken“ beeinträchtigt Wohlbefinden

02.02.2022

Alkohol kann schädlich sein, nicht nur für die trinkende Person. Übermäßiger Alkoholkonsum kann auch das Wohlbefinden nahestehender Menschen beeinträchtigen.

Bild: Obradovic / istockphoto.com

Von Passivrauchen wird gesprochen, wenn Menschen Tabakrauch einatmen, der von anderen Personen ausgeblasen wird. Rauchende schädigen dadurch nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen. Im Englischen wird von secondhand smoking gesprochen.

Ein US-amerikanisches Forschungsteam hat in einer aktuellen Studie untersucht, wie sich secondhand alcohol use auf die psychische Gesundheit junger Erwachsener niederschlagen kann. Frei übersetzt könnte von „Passivtrinken“ gesprochen werden. Schon seit Längerem ist bekannt, dass übermäßiger Alkoholkonsum nicht nur der eigenen Gesundheit schadet. Durch Alkoholkonsum kommen mitunter auch andere Personen zu Schaden, beispielsweise durch Gewalt, die von alkoholisierten Personen ausgeht.

Studienleiter Morgan Boyle und sein Team sind der Vermutung nachgegangen, dass „Passivtrinken“ auch die psychische Gesundheit beeinträchtigen könnte. Vorstellbar sei, dass übermäßiger Alkoholkonsum von Angehörigen der eigenen Familie oder anderer nahestehender Personen auf Dauer belastend sein kann. So ist aus früheren Studien bekannt, dass Kinder von Eltern mit Suchterkrankungen häufiger psychische Probleme haben und auch häufiger selbst eine Substanzabhängigkeit entwickeln.

Ein Drittel der Befragten erlebt Beeinträchtigungen durch Alkoholkonsum Nahestehender

836 Studierende eines US-amerikanischen Colleges wurden im Rahmen der Studie befragt. Von den im Schnitt 19-jährigen jungen Erwachsenen berichteten 33 Prozent, dass sie sich schon mal durch den Alkoholkonsum nahestehender Personen beeinträchtigt gefühlt haben.

Im Vergleich zu Studierenden, die sich nicht beeinträchtigt fühlten, deuteten die Angaben Betroffener darauf hin, dass sie häufiger Stress erleben, mehr Angstsymptome verspüren und eher depressiv sind. Hinzu kommt, dass sich betroffene Studierende auch häufiger und stärker betrinken als Befragte, die keine Beeinträchtigung durch den Alkoholkonsum nahestehender Personen verspüren.

Ihre Studie würde nach Einschätzung des Forschungsteams damit auf ein bisher wenig beachtetes Phänomen hinweisen. Studierende seien ohnehin einer Reihe von Stress auslösenden Faktoren ausgesetzt. Starker Alkoholkonsum im persönlichen Umfeld könne zusätzlich dazu beitragen, die psychische Gesundheit junger Menschen zu belasten.

 

Quelle:

Boyle, M. A., Alliegro, M. C., Bolts, O. L., Hazen, M. N. & Prince, M. A. (2021). You’re Stressing Me Out: The Secondhand Effects of Alcohol. Substanz Use & Misuse, https://doi.org/10.1080/10826084.2021.2012697

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