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26.10.2018

Rattengift in Legal Highs

In den USA hat sich eine Serie von Fällen ereignet, in denen Personen unter schweren Blutungen litten. Alle Betroffenen hatten synthetische Cannabinoide konsumiert, die vermutlich mit Rattengift gestreckt waren.

Ratte schaut durch Loch in Papier

Bild: Africa Studio / Fotolia.com

Die meisten der Betroffenen hatten Blut im Urin. Manche bluteten aus den Ohren oder der Nase. Andere hatten Blut im Stuhl, im Erbrochenen oder sie husteten Blut. Einige Frauen litten unter extremen Monatsblutungen. Insgesamt mehr als 150 Patientinnen und Patienten mit schweren Blutungen haben sich allein zwischen März und April dieses Jahres in Notaufnahmen im US-Bundesstaat Illinois eingefunden. In einer Publikation informiert die US-Gesundheitsbehörde CDC über diese Fälle.

Bei den Patientinnen und Patienten wurden im Blut teils extrem hohe INR-Werte festgestellt. Der INR-Wert ist eine Abkürzung für die englische Bezeichnung „International Normalized Ratio“ und sagt aus, wie schnell das Blut gerinnen kann. Normal sind Werte unter 1,1. Betroffene mit schweren Blutungen hatten Werte von 5 bis über 20. Die Blutgerinnungsstörung wird in der Fachsprache als Koalgulopathie bezeichnet.

Langanhaltend schädliche Wirkung

Keine der betroffenen Personen nahm Medikamente ein, die die Blutgerinnung stören. Allerdings hatten alle ein paar Tage vor dem Auftreten der Symptome Produkte konsumiert, die synthetische Cannabinoide enthielten. Blutanalysen ergaben, dass die Personen sich mit einer Substanz namens Brodifacoum vergiftet hatten. Brodifacoum ist ein Mittel zur Rattenbekämpfung. Es verursacht eine langanhaltende Störung der Blutgerinnung, indem es die Produktion von Vitamin K im Körper unterdrückt.

Patientinnen und Patienten mussten mit hohen Dosen Vitamin K behandelt werden. Aufgrund der langanhaltenden Wirkung von Brodifacoum ist die Einnahme von hochdosiertem Vitamin K über Monate notwendig. Vier Menschen verstarben an ihren Blutungen.

Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte gehen davon aus, dass die von den Patientinnen und Patienten konsumierten Produkte mit dem Rattengift Brodifacoum gestreckt wurden. Analysen zufolge konnte Brodifacoum in verschiedenen Legal High Produkten identifiziert werden. Die Gesundheitsbehörde aus Illinois warnt Konsumentinnen und Konsumenten dieser Substanzen, bei plötzlich auftretenden Blutungen, sich umgehend ärztlich behandeln zu lassen.

Synthetische Cannabinoide werden meist auf getrocknete Kräuter aufgebracht, die von Konsumierenden geraucht werden. Ein bekanntes Produkt ist Spice. 2008 ist erstmals aufgedeckt worden, dass die Kräutermischung synthetische Cannabinoide enthält. In der Folge wurden die in Spice enthaltenen synthetischen Cannabinoide in das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen. Inzwischen wurden ganze Stoffgruppen verboten, so dass auch neue, aber chemisch ähnliche synthetische Cannabinoide ebenfalls unter das Betäubungsmittelgesetz fallen.

Quellen:

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