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Drugcom: Aktuelles: Bots beteiligen sich auf Twitter an Diskussion um E-Zigaretten

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05.10.2018

Bots beteiligen sich auf Twitter an Diskussion um E-Zigaretten

Ein US-Forschungsteam hat die Stimmungslage zum Thema E-Zigaretten auf Twitter untersucht. Dabei wurden unerwartet viele Bot-Accounts identifiziert.

Gebastelter Roboter aus Elektronikelementen vor Smartphone-Bot

Bild: besjunior / Fotolia.com

Welche Informationen und Meinungen werden zum Thema E-Zigaretten auf Twitter verbreitet? Spielt die mögliche Gesundheitsgefährdung dabei eine Rolle? Studienleiterin Lourdes Martinez und ihr Team haben sich mit diesen Fragen beschäftigt und von Oktober 2015 bis Februar 2016 rund 193.000 Tweets gesammelt, in denen E-Zigaretten angesprochen wurden. Daraus hat das Team eine Zufallsstichprobe von 973 Tweets entnommen und inhaltlich analysiert.

Auf den ersten Blick hatte es den Anschein, als wenn über 90 Prozent der Mitteilungen von Einzelpersonen und der Rest von Organisationen verschickt wurden. Einige Accounts zeigten aber Auffälligkeiten. Manche verschickten in kurzen Abständen mehrere identische Tweets. Einige Tweets ergaben keinen Sinn. Der Verdacht lag nahe, dass es sich um Roboter-Accounts handelt, die auch als Bots bezeichnet werden. Zur Überraschung des Forschungsteams konnten in einer erneuten Analyse über 70 Prozent der Twitter-Accounts, die als Einzelpersonen auftraten, als mögliche Bots klassifiziert werden.

Überwiegend positive Grundstimmung gegenüber E-Zigaretten

Allerdings wich die inhaltliche Ausrichtung der Bot-Tweets nicht wesentlich von denen ab, die von Menschen verschickt wurden. Demzufolge fand sich in 66 Prozent der Tweets von Individuen eine positive Grundstimmung gegenüber E-Zigaretten. Bots äußerten sich in 69 Prozent der Tweets positiv zu E-Zigaretten. In nur 15 Prozent aller Tweets wurde eine negative Haltung zum Ausdruck gebracht. In keinem Tweet wurden mögliche Risiken für die Atemwege angesprochen.

Nur Tweets, die von Organisationen versendet wurden, vermittelten noch häufiger eine positive Haltung gegenüber der E-Zigarette. In 83 Prozent aller Meldungen, die von Organisationen abgesendet wurden, war eine positive Grundstimmung erkennbar. In den meisten Fällen handelte es sich bei den Organisationen um Hersteller von E-Zigaretten.

Bots nicht immer erkennbar

Das Forschungsteam warnt, dass Bots die Diskussionen auf Twitter beeinflussen und eine positive Grundhaltung gegenüber E-Zigaretten befördern könnten. Problematisch sei, dass nicht immer eindeutig erkennbar ist, ob es sich um einen Bot oder um einen Menschen handelt. „Diese Accounts wurden so eingerichtet, dass sie nach außen wirken, als wären sie echte Menschen“, sagt Martinez. „Dies wirft die Frage auf: Wie stark wird der öffentliche Diskurs online durch Bot-Accounts vorangetrieben?“ Wer hinter den Bot-Accounts steht, hat das Forschungsteam leider nicht untersucht.

Quellen:

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