Rauchen mindert Intelligenz

29.03.2004

Rauchen gilt als Ursache für zahlreiche Erkrankungen. Eine aktuelle Studie findet nun Hinweise darauf, dass die sinkende geistige Leistungsfähigkeit im Alter bei Rauchern bis zu fünfmal höher ausgeprägt ist. Diese Ergebnisse widersprechen Forschungsberichten, die dem Rauchen eine positive Auswirkung gegen Alzheimer zusprechen.

Dänische, französische, niederländische, britische und spanische Wissenschaftler befragten 9.209 Männer und Frauen über 65 Jahren nach ihren Rauchgewohnheiten. Anschließend maßen sie in einem Zeitraum von zweieinhalb Jahren die geistigen Fähigkeiten der Teilnehmer mit Hilfe des Mini-Mental-Tests (Mini Mental State Examination, MMSE).

Bei den Nichtrauchern sank die Leistungsfähigkeit jährlich um 0,03 Punkte pro Jahr. Bei Rauchern sank dieser Wert mit 0,16 Punkten im Jahr mehr als fünfmal so schnell ab. Bei ehemaligen Rauchern verringerte sich der MMSE-Wert auf 0,06 Punkte. Je mehr und je länger geraucht wurde, desto stärker sank die kognitive Leistung. Demenzerkrankungen in der Familie hatten keinen Einfluss auf die geringere Leistungsfähigkeit bei Rauchern.

Laut BBC-Online erläutert einer der Studienautoren, Alewjin Ott, dass der dauernde Tabakkonsum Atheriosklerose (Gefäßverkalkung) und Bluthochdruck verursache. Diese und andere Auswirkungen des Rauchens erhöhe nicht nur das Risiko eines Schlaganfalls, sondern führe auch zu kleinen, lokal begrenzten Durchblutungsstörungen im Gehirn. Obwohl diese meist keine schwerwiegenden Folgen hätten, könnten sie Störungen in komplexen Denkprozessen hervorrufen, vermuten die Wissenschaftler.

In frühere Studien wurde hingegen eine positive Wirkung gegen Alzheimer festgestellt. Amanda Sandsfort, Sprecherin der Organisation "Action on Smoking and Health (ASH)" meint, diese Ergebnisse kämen zustande, weil die Raucher nicht lange genug leben würden.

Quellen:

www.spiegel.de
BBC-Online

Originalliteratur:

A. Ott, K. Andersen, M. E. Dewey et al. (2004). Effect of smoking on global cognitive function in nondemented elderly. Neurology, 62, 920-924. Abstract

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