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31.08.2006
Eine Zigarette zum Bier - für viele ist das untrennbar miteinander verbunden. In einer aktuellen Studie wurde nachgewiesen, dass Rauchen die Alkoholwirkung jedoch reduziert. Dies könnte dazu führen, dass Raucherinnen und Raucher mehr Alkohol trinken, um die entsprechende Wirkung zu erzielen. Allerdings wird nur die Wirkung, nicht jedoch die negativen gesundheitlichen Folgen des Alkohols reduziert.
Für die Studie verabreichten US-amerikanische Forscher des Texas A&M Health Science Center einer Gruppe von Ratten unterschiedliche Dosen Nikotin und eine gleich bleibende Menge Alkohol. Anschließend maßen sie die Blutalkoholkonzentration (BAK). Dabei stellten sie fest, dass der gemessene Alkoholpegel bei den Nagern umso niedriger war, je mehr Nikotin sie verabreicht bekommen hatten.
Die Wirkung trat jedoch nur ein, wenn das Nikotin oral verabreicht wurde. Wurde das Nikotin in die Bauchhöhle gespritzt, trat dieser nicht Effekt auf. Daraus schließen die Forscher, dass Nikotin nur die Aufnahme, nicht jedoch den Abbau von Alkohol beeinflusst. Wei-Jung Chen, Leiter der Studie vermutet, dass Nikotin die Entleerung des Mageninhalts in den weiteren Verdauungstrakt, wo der Alkohol in den Blutkreislauf übergeht, verlangsamt und ein Teil des Alkohols somit bereits im Magen verdaut wird. Problematisch ist daran, dass zwar die Wirkung nicht jedoch das Gesundheitsrisiko verringert wird, da die giftigen Abbauprodukte des Alkohols weiterhin gebildet werden.
Chen warnt daher vor dem Mischkonsum von Nikotin und Alkohol. Durch die verringerte Alkoholwirkung infolge des Nikotins würden Personen vor allem beim Rauschtrinken dazu angeregt werden, mehr zu trinken, um den erwünschten Effekt zu erzielen. Chen resümiert: „In anderen Worten: Zigarettenrauchen scheint den Alkoholkonsum zu fördern.“
Quellen:
Artikel in Alcoholism: Clinical & Experimental Research
www.eurekalert.org
www.pressetext.de
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