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 HomeNews > Rauchende erkranken häufiger an der Grippe

23.10.2019

Rauchende erkranken häufiger an der Grippe

Zigarettenrauchen erhöht möglicherweise das Risiko einer Grippe-Infektion.

Mann niest in Taschentuch vor Tafel mit aufgemalten Tropfen

Bild: David-W- / photocase.de

Die Grippe-Saison ist im Anmarsch. Vor allem Menschen mit geschwächtem Immunsystem wird empfohlen, sich gegen Grippeviren impfen zu lassen. Für Raucherinnen und Raucher gibt es bislang keine generelle Impfempfehlung. Ein Forschungsteam aus dem Vereinigten Königreich kommt in einem wissenschaftlichen Review jedoch zu der Schlussfolgerung, dass Zigarettenrauchen mit einem erhöhten Gripperisiko in Zusammenhang steht.

Eine echte Grippe darf nicht verwechselt werden mit einer eher harmlosen Erkältung, die als grippaler Infekt bezeichnet wird. Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen sind sowohl bei einer Grippe als auch bei einer Erkältung typisch. Im Gegensatz zum grippalen Infekt treten die Erkrankungssymptome bei der Grippe meist sehr schnell auf, können sehr stark sein und betreffen den ganzen Körper. Dabei kann es zu hohem Fieber kommen. Schwere Komplikationen wie eine Lungenentzündung können die Folge sein und mitunter tödlich enden. Allein in der Grippe-Saison 2017/2018 sind in Deutschland geschätzt über 25.000 Menschen an der Grippe gestorben.

5-fach erhöhtes Grippe-Risiko

Studienleiterin Hannah Lawrence und ihr Team haben alle verfügbaren Studien zum Thema recherchiert. Neun Studien lieferten ausreichend verwertbare Ergebnisse. Zwar waren die Ergebnisse nicht immer eindeutig. Studien, in denen eine Grippe nicht nur anhand von Symptomen, sondern auch durch Labortests bestätigt wurden, zeigten jedoch einen starken Zusammenhang: Rauchende Personen hatten im Vergleich zu Nichtrauchenden ein 5-fach erhöhtes Grippe-Risiko. Dies betraf vor allem starke Raucherinnen und Raucher.

Über die Gründe für den Zusammenhang kann das Forschungsteam nur Mutmaßungen anstellen. So sei davon auszugehen, dass Rauchen das Immunsystem stören kann und die schützenden Schleimhäute der Atemwege schädigt. Rauchen gelte auch als Risikofaktor für Lungenentzündungen.

Aus Sicht des Forschungsteams sollte daher in Erwägung gezogen werden, Raucherinnen und Rauchern eine Grippe-Impfung zu empfehlen. Wer nicht nur eine Grippe vermeiden, sondern generell etwas für seine Gesundheit tun will, kann auch den Rauchausstieg in Angriff nehmen.

Quellen:

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