Schon kleine Mengen Ecstasy haben Einfluss auf das Gedächtnis

30.11.2006

Zahlreiche Studien haben in der Vergangenheit bereits zeigen können, dass Ecstasy eine schädigende Wirkung auf das Gehirn und seine kognitiven Funktion hat. Ein niederländisches Forschungsteam hat nun Hinweise dafür gefunden, das bereits kleine Mengen Ecstasy Auswirkungen haben auf die Gedächtnisleistungen. Die Ergebnisse basieren auf einer Längsschnittstudie, in der Probandinnen und Probanden kurz nach ihren ersten Ecstasyerfahrungen untersucht wurden.

Das Forschungsteam um Leiterin Maartje de Win hat 188 Freiwillige untersucht, die bis zu dem Zeitpunkt noch kein Ecstasy konsumiert hatten, aber eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für späteren Ecstasykonsum aufwiesen, weil sie entweder vorhatten, in naher Zukunft Ecstasy zu konsumieren oder weil sie Freunde mit Ecstasyerfahrung haben. Die Untersuchung der Versuchpersonen umfasste neben psychologischen Tests auch spezielle so genannte bildgebende Verfahren, in denen das Gehirn detailliert gescannt wird.

Nach 18 Monaten hatten 59 Personen der Studie ihre ersten Ecstasyerfahrungen. Der Durchschnitt lag bei sechs Tabletten bis zum zweiten Messzeitpunkt. Es folgte eine weitere medizinisch-psychologische Untersuchung, in der zudem 56 Probandinnen und Probanden hinzugezogen wurden, die in der Zwischenzeit keine Ecstasyerfahrung gemacht haben.

„Wir fanden eine reduzierte Blutzirkulation in bestimmten Hirnarealen der jungen Erwachsenen, die gerade angefangen haben, Ecstasy zu konsumieren“, sagte Maartje de Win. Zudem zeigten die Ecstasykonsumierenden schlechtere Leistungen in Tests zum verbalen Gedächtnis im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Zwar gab es keine Hinweise auf gravierende Hirnschädigungen, allerdings zeigten sich Veränderungen in der Zellarchitektur und dem Blutfluss. Langfristig könne dies zu Zellschäden führen.

„Wir wissen nicht, ob diese Effekte vorübergehend oder dauerhaft sind“, sagte Dr. de Win. „Deshalb können wir nicht daraus schließen, dass Ecstasy, auch in kleinen Dosen, für das Gehirn sicher ist.“

Der Forschungsbericht ist Teil der Studie Netherlands XTC Toxicity (NeXT), in der auch intensiv Ecstasykonsumierende untersucht werden, um Informationen über die langzeitlichen Auswirkungen von Ecstasy zu ermitteln.

Quellen:
Pressemitteilung der Radiologischen Gesellschaft von Nord-Amerika
De Win M. et al (2006). A Prospective Cohort Study on Sustained Effects of Low-Dos Ecstasy Use on the Brain in Ne Ecstasy Users. Neuropsychopharmacology, advance online publication 1 November 2006, Abstract

Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.