Home > News > Aktuelle Meldungen > Weniger Lebensqualität bei frühem Einstieg in den Cannabiskonsum
05.06.2015
Glück und Zufriedenheit, wer will das nicht. Welchen Einfluss Cannabiskonsum auf das Empfinden von Glück und Zufriedenheit hat, das wollte ein australisches Forschungsteam herausfinden.

Bild: andrearoad / istockphoto.com
Genau genommen wollten Jane Fischer und ihr Team wissen, in welchem Verhältnis Cannabiskonsum zur empfundenen Lebensqualität steht. Doch wie misst man Lebensqualität? Nach Ansicht des Forschungsteams sind Glück und Zufriedenheit Aspekte der Lebensqualität, die sich mit Hilfe von Fragebögen messen lassen.
Die Teilnehmenden waren zur ersten Befragung 14 Jahre alt. Sieben Jahre später, im Alter von 21 Jahren, fand eine weitere Befragung statt. Neben Fragen zur Lebensqualität wurden die Teilnehmenden auch gebeten, Angaben zu ihrem Cannabiskonsum zu machen.
Die Ergebnisse zeigten einen klaren Trend: Teilnehmende, die im Alter von 14 Jahren ihre Lebensqualität als niedrig einschätzten, sind mit einer 7-fach erhöhten Wahrscheinlichkeit früh in den Cannabiskonsum eingestiegen. Früh heißt in diesem Falle bis zum Alter von 15 Jahren. Und wer schon früh angefangen hatte zu kiffen, hatte auch im Alter von 21 Jahren eine niedrigere Lebensqualität als Teilnehmende, die nie Cannabis konsumiert haben.
Das Forschungsteam vermutet als Grund für den frühen Einstieg in den Cannabiskonsum eine Art Selbstmedikation: Wer unglücklich und unzufrieden ist mit seiner Lebenssituation, möchte sich mit dem Kiffen womöglich davon ablenken. Problematisch ist aber, dass Cannabis die Situation nicht verbessert. Im Gegenteil, denn der frühe Einstieg steht den Studienergebnissen zufolge generell mit einer niedrigeren Lebenszufriedenheit im Alter von 21 Jahren in Zusammenhang - auch wenn die Lebenszufriedenheit mit 14 Jahren nicht vermindert war.
Quelle:
Fischer, J. A., Clavarino, A. M., Plotnikova, M. & Najman, J. (2015). Cannabis Use and Quality of Life of Adolescents and Young Adults: Findings from an Australien Birth Cohort. Journal of Psychoactive Drugs, 47(2), 107-116.
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