Home > News > Aktuelle Meldungen > Wie Kokain die männliche Fruchtbarkeit und das Sexleben einschränken kann
15.11.2023
Studien weisen darauf hin, dass Kokainkonsum negative Folgen für die Zeugungsfähigkeit und das Sexleben haben kann. Ein wissenschaftlicher Übersichtsartikel erklärt mögliche Zusammenhänge.

Bild: diy13 / stock.adobe.com
Etwa 280 Millionen Spermien machen sich bei einem Samenerguss auf den Weg, das weibliche Ei zu befruchten. Um diese Menge gesunder Spermien zu produzieren, müssen viele Faktoren stimmen. Sind Hormone oder Botenstoffe nicht in der richtigen Balance, kann dies nicht nur die Zeugungsfähigkeit des Mannes beeinträchtigen. Auch sein Sexleben kann eingeschränkt sein. Eine mögliche Ursache dafür ist der Konsum von Kokain, wie eine aktuelle Übersichtsarbeit aus Italien nahelegt.
Hinweise für die schädliche Wirkung von Kokain auf die männliche Fruchtbarkeit gibt es schon länger. Laut den Recherchen von Luigi Rosati und seinem Team konnte beispielsweise 1996 in einer Studie gezeigt werden, dass Ratten, denen regelmäßig Kokain verabreicht wurde, weniger Nachkommen zeugen als abstinente Tiere. Doch woran liegt das?
Mit dieser Frage haben sich verschiedene Forschungsgruppen in den letzten Jahren beschäftigt. Studien zufolge kommt es bei der Fruchtbarkeit des Mannes auf das weibliche Geschlechtshormon Östrogen an. Östrogen steuert bei Männern die Fortpflanzung, indem es für die Ausreifung der Spermien verantwortlich ist. So konnten insgesamt fünf Studien zeigen, dass männliche Ratten, denen Kokain verabreicht wurde, niedrigere Östrogenspiegel aufweisen.
Der niedrige Östrogenspiegel könnte wiederum die Spermienproduktion beeinträchtigen. Bei den betroffenen Ratten konnten mehr geschädigte Spermien nachgewiesen werden. Unter dem Mikroskop fanden Forschende häufiger Spermien, bei denen der Schwanz, mit dem sich die Spermien fortbewegen, abgetrennt war. Auch die Hodenkanälchen, in denen die Spermien gebildet werden, waren bei diesen Ratten oft schmaler.
Nicht nur die Zeugungsfähigkeit, auch das Sexleben könnte unter regelmäßigem Kokainkonsum leiden. Kurzfristig mag Kokain die Lust anheizen. Studien liefern jedoch Hinweise, dass langfristig die Potenz, also die Fähigkeit, eine Erektion zu bekommen, abnehmen könnte.
Forschende vermuten, dass hierbei das Belohnungssystem eine Rolle spielt. Häufiger Kokainkonsum kann dazu führen, dass das Belohnungssystem weniger auf sexuelle Reize reagiert. Das heißt, dass beim Gedanken an Sex weniger Dopamin ausgeschüttet wird. Dopamin ist jedoch notwendig, um eine Erektion zu bekommen und aufrechtzuerhalten.
Männer, die häufig Kokain konsumieren, riskieren somit nicht nur eine Abhängigkeit und eine Vielzahl an Folgeschäden, sondern auch, impotent zu werden und ihre Fruchtbarkeit einzuschränken.
Quelle:
Rosati, L., Chianese, T., Mileo, A., De Falco, M., & Capaldo, A. (2023). Cocaine Effects on Reproductive Behavior and Fertility: An Overview. Veterinary sciences, 10(8), 484. https://doi.org/10.3390/vetsci10080484
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