Zusätzliches Vapen zum Rauchen möglicherweise mit erhöhtem Lungenkrebsrisiko verbunden

18.02.2026

Eine Studie mit jungen Menschen unter 50 Jahren liefert Hinweise, dass der kombinierte Gebrauch von Vapes und herkömmlichen Zigaretten mit einem höheren Risiko für Lungenkrebs verbunden ist, als Rauchen allein. 

Bild: Michael Cristalli / iStock.com

Rauchen ist zunehmend out. Im Gegenzug hat sich allerdings das Vapen, also der Gebrauch von E-Zigaretten, etabliert. In den USA benutzen inzwischen mehr junge Menschen Vapes als herkömmliche Zigaretten. Manche nutzen beides. Eine neue Studie zeigt nun auf, dass das Lungenkrebsrisiko beim kombinierten Gebrauch von Vapes und Zigaretten noch höher sein könnte, als wenn nur geraucht wird. 

Randall Harris und sein Team von der Ohio State University in den USA haben untersucht, welchen Einfluss Rauchen oder die Kombination von Zigaretten und Vapes auf das Lungenkrebsrisiko vor dem 50. Lebensjahr hat. Dazu führten sie eine Fall-Kontroll-Studie durch. 256 Personen bildeten die Fälle mit bestätigtem Lungenkrebs. Diese verglichen sie mit rund 3.000 Personen, die keinen Lungenkrebs hatten

Fast 3-fach höheres Risiko für Lungenkrebs bei kombiniertem Gebrauch von Vapes und Zigaretten

Fall-Kontroll-Studien werden durchgeführt, um Hinweise auf mögliche Krankheitsursachen zu erhalten. So legen die Ergebnisse in der Studie von Harris und seinem Team nahe, dass zusätzlicher Vape-Gebrauch unter Rauchenden ihr Lungenkrebsrisiko nochmals erhöht. In der Fallgruppe mit Lungenkrebs haben 7,8 Prozent der Personen Vapes benutzt und geraucht. Dies traf aber nur auf 1,5 Prozent der Personen in der Kontrollgruppe zu. 

Nach Berechnungen der Forschenden ist das Risiko für Lungenkrebs beim kombinierten Gebrauch von Vapes und Zigaretten fast um das Dreifache höher, als wenn nur geraucht wird. Das alleinige Rauchen darf aber nicht als „gesündere“ Variante betrachtet werden. Denn die Studie hat auch gezeigt, dass das ausschließliche Rauchen von Zigaretten mit einem 5-fach erhöhten Lungenkrebsrisiko gegenüber dem Nichtrauchen verbunden ist. 

Einschränkend muss erwähnt werden, dass die Studie nicht erfasst hat, wie intensiv die Personen rauchen oder vapen. Denkbar ist, dass die Personen, die an Lungenkrebs erkrankt sind, generell stärker geraucht haben, als die Personen der Kontrollgruppe. Auch liefert die Studie keine Informationen zum Lungenkrebsrisiko beim ausschließlichen Vapen.

Vapes keine Maßnahme der Schadensminimierung bei fortgesetztem Rauchen

Laut Harris und seinem Team würde ihre Studie aber die Annahme infrage stellen, dass das Vapen eine weniger schädliche Konsumform gegenüber dem Rauchen sei. So gelte der Gebrauch von E-Zigaretten zuweilen als Methode der Schadensminimierung. Ihre Ergebnisse würden aber zeigen, dass Vapen das Lungenkrebsrisiko sogar erhöht, wenn die Person weiterhin Zigaretten raucht. 

So hätten andere Studien Hinweise geliefert, dass Vapes krebserregende Schadstoffe wie Formaldehyd oder Acrylamide freisetzen. Auch seien bei Personen, die vapen, ebenso wie bei Rauchenden epigenetische Veränderungen nachgewiesen worden, die mit der Entstehung von Lungenkrebs in Zusammenhang stehen.

 

Quellen:

  • Bittoni, M. A., Carbone, D. P. & Harris, R. E. (2026). Vaping, smoking and risk of early onset lung cancer. Frontiers in Oncology, 15, 1741978, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41568369/.
  • Orth, B., Spille-Merkel, C. & Nitzsche, A. (2025). Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2023. Substanzkonsum und Internetnutzung im Jahr 2023 und Trends. Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. DOI: https://doi.org/10.17623/BZGA:Q3-DAS23-DE-1.0.

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