…Die gefäßschädigende Wirkung von Alkohol und Tabak konnte in einer britischen Studie schon bei 17-Jährigen nachgewiesen werden. Bild: Stephan / Fotolia.com Mit jedem Herzschlag fließt eine Welle durch unsere Gefäße. Arterien, die sauerstoffreiches Blut vom Herz weg transportieren, dehnen sich kurz aus und ziehen sich umgehend wieder zusammen. Somit wird auch in der Erschlaffungsphase des Herzens ein gleichbleibender Blutfluss gewährleistet. Mit dem Älterwerden versteifen die Gefäße allerdings. Der Blutdruck steigt und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall nimmt zu. Tabakrauchen und Alkoholkonsum können den natürlichen Alterungsprozess der Gefäße zusätzlich beschleunigen. Die meisten Menschen beginnen schon im Jugendalter mit dem Konsum von Alkohol und Tabak. Bislang war unklar, ob der frühe Substanzkonsum bereits Auswirkungen auf die Gefäße junger Menschen hat. Eine Forschungsgruppe aus dem Vereinigten Königreich hat sich nun dieser Frage angenommen. Das Team hat 1.266 Jungen und Mädchen im Alter von 17 Jahren untersucht. Bereits im Alter von 13 und 15 Jahren wurden die Jugendlichen zu ihrem Tabak- und Alkoholkonsum befragt. Die Gefäßsteifigkeit wurde mit Hilfe eines Geräts ermittelt, dass die so genannte Pulswellengeschwindigkeit durch Blutdruckmessungen am Hals und am Oberschenkel errechnet. Dabei gilt: Je höher die Pulswellengeschwindigkeit, desto steifer die Gefäße. Steifere Gefäße schon bei leichtem Rauchen Sowohl das Rauchen wie auch der Alkoholkonsum standen schon im Alter von 17 Jahren nachweislich mit einer erhöhten Gefäßsteifigkeit in Zusammenhang. Zwar kann die Beobachtungsstudie nicht eindeutig klären, ob der Substanzkonsum die erhöhte Gefäßsteifigkeit verursacht oder nicht doch andere Faktoren daran beteiligt sind. Dafür spricht aber, dass eine Dosis-Wirkungs-Beziehung gefunden wurde: Je mehr die Jugendlichen rauchten und je intensiver sie das Rauschtrinken betrieben, desto steifer waren ihre Gefäße. Bekannte Risikofaktoren wie Blutfettwerte oder körperliche Aktivität wurden in den Analysen berücksichtigt. Die Elastizität der Gefäße war bei jungen Menschen, die intensiv Rauchen und Alkoholtrinken, um 11 Prozent gegenüber Jugendlichen nachgelassen, die nicht rauchen und nur wenig Alkohol konsumieren. Allerdings hatte auch schon bei leichtem Rauchen und gelegentlichem Rauschtrinken die Elastizität der Gefäße nachgelassen. Hingegen wiesen Teenager, die wieder aufgehört hatten zu rauchen und das Rauschtrinken vermieden, ähnliche Werte wie Jugendliche auf, die nie geraucht haben und sich auch beim Alkohol zurückhielten. Dies spricht dafür, dass die Arterien sich wieder regenerieren können, wenn der Substanzkonsum eingestellt wird. Quellen: Pressemitteilung University College London (29.8.2018) Charakida, M., Georgiopoulos, G., Dangardt, F., Chiesa, S. T., Hughes, A. D., Rapala, A., Smith, G. D., Lawlor, D., Finer, N. & Deanfield, J. E. (2018). Eary vascular damage from smoking and alcohol in teenage years: the ALSPAC study. European Heart Journal, https://doi.org/10.1093/eurheartj/ehy524 .…
Bereich: Aktuelles
…, wurde angenommen, dass das Ausmaß der durch Ecstasy bedingten Schäden sogar größer ist. Bekannt ist, dass starker Ecstasykonsum jene Nervenzellen schädigt, die Serotonin freisetzen. Langfristig steht [...] , dass Ecstasykonsum bei älteren Erwachsenen womöglich stärkere Schäden und entsprechend schlechtere Gedächtnisleistungen nach sich zieht. Zur Überprüfung dieser Hypothese haben Thelma Schilt und ihre …
Bereich: Aktuelles
… von Tabak und die Produktion von Zigaretten auch weitreichende Schäden an der Umwelt verursachen und die Lebensbedingungen der Menschen vor allem in Entwicklungsländern bedrohen. „Raucherinnen und …
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…Wer Cannabis konsumiert, hat einer aktuellen Studie zufolge ein erhöhtes Risiko für Parodontitis. Die Folgen sind Zahnfleischbluten, Entzündungen des Zahnfleischs bis hin zum Zahnverlust. Bild: pontchen / photocase.de Tabakrauchen ist schlecht ist für die Zähne. Das ist bekannt. Doch auch wer öfter an einem Joint zieht, scheint seine Zahngesundheit zu gefährden und häufiger an einer Parodontitis zu erkranken. Dabei kommt es zu Blutungen und Entzündungen im Zahnfleisch. In der Folge geht das Zahnfleisch zurück, die Zähne können sich lockern bis hin zum Zahnausfall. Eine nicht behandelte Parodontitis geht zudem mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Herzerkrankungen, Diabetes und Risikoschwangerschaften einher, warnt die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie. Cannabis als unterschätzter Risikofaktor Die eigentliche Ursache für die Entstehung einer Parodontitis sind Bakterien in den Zahnbelägen. Bestimmte Risikofaktoren wie vermehrter Stress, Diabetes und vor allem Tabakrauchen erhöhen jedoch das Risiko für die Entstehung der Erkrankung. Der Verlauf einer Parodontitis ist bei rauchenden Personen zudem schwerer, die Zähne werden schneller locker und gehen häufiger verloren. Auch der regelmäßige Konsum von Cannabis scheint ein Risikofaktor für die Entstehung einer Parodontitis zu sein. Das zeigte eine Studie unter der Leitung von Jaffer Shariff und seinem Team vom Columbia University College in New York. Annähernd 2.000 Personen im Alter zwischen 30 und 59 Jahren wurden dafür zu ihrem Cannabiskonsum und anderen Gesundheitsaspekten befragt und zahnmedizinisch untersucht. Dabei zeigte sich, dass Parodontitis eine weit verbreitete Krankheit ist: Fast 7 von 10 Personen in der Stichprobe erfüllten die Kriterien einer schweren Form von Parodontitis. 70 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit für schwere Parodontitis Im Vergleich zu Personen, die nicht oder nur gelegentlich Cannabis konsumierten, litten die regelmäßigen Kiffer in der Studie allerdings mit einer etwa 70 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit an einer schweren Parodontitis. Als regelmäßiger Konsum galt ein mindestens monatlicher Cannabiskonsum in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung. Im Rahmen der zahnmedizinischen Untersuchung wurden bei regelmäßigen Kiffern zudem mehr Zahnfleischtaschen gefunden. Das sind Lücken, die sich aufgrund des Zahnfleischrückgangs zwischen dem Zahnfleisch und den Zähnen herausbilden. Nicht nur waren die Taschen tiefer als in der Vergleichsgruppe, auch die Zähne der Cannabiskonsumierenden saßen lockerer im Gebiss. Wurden nur solche Cannabiskonsumierenden betrachtet, die noch nie Tabak geraucht hatten, war das Risiko für eine schwere Parodontitis im Vergleich zu Nicht-Kiffern sogar doppelt so hoch. Andere wichtige Einflussfaktoren wie Alter und Geschlecht, die ethnische Zugehörigkeit, das Vorliegen von Diabetes sowie der Konsum von Alkohol wurden ebenfalls in den Analysen berücksichtigt. Zusammenhänge bekannt, Ursache unklar Vorhergehende Studien hatten den Zusammenhang von Cannabiskonsum und Zahnfleischerkrankungen bereits in anderen Stichproben gefunden . Laut Shariff und seinem Team verdichten sich durch die aktuelle Studie also die Hinweise darauf, dass der Konsum von Cannabis tatsächlich ein eigenständiger Risikofaktor für Parodontitis bei jungen Erwachsenen ist - auch unabhängig vom bereits gut dokumentierten Risiko durch Tabakrauchen. Warum der Cannabiskonsum das Parodontitisrisiko erhöht, ist allerdings weitestgehend unklar. Vermutet wird ein Einfluss der im Cannabis enthaltenen Cannabinoide auf Hormone, die die Immunreaktion von Zellen steuern. In kommenden Studien sei es deshalb wichtig, die eigentlichen Wirkzusammenhänge wissenschaftlich zu untersuchen. Quellen: Shariff, J. A., Ahluwalia, K. P. & Papapanou, P. N. (2018). Relationship Between Frequent Recreational Cannabis (Marijuana and Hashish) Use and Periodontitis in Adults in the United States: National Health and Nutrition Examination Survey 2011 to 2012. J Periodontol, 88(3), 273-280. Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e. V. (2014). Parodontitis.…
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… werden, dass die Kombination von Lärm und Ecstasy noch mehr Schäden verursacht als Lärm allein. Ecstasy alleine, also ohne zusätzliche Beschallung, hatte hingegen keinen Einfluss auf die Hörfähigkeit…
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…Unbestritten ist, dass Zigarettenrauchen schädlich ist und zu Atemwegserkrankungen führt. Geht es um die Risiken des Cannabiskonsums, denken die meisten vermutlich nicht in erster Linie an die Folgen, die durch den eingeatmeten Rauch entstehen. Doch einer aktuellen Studie zufolge hat das Rauchen von Cannabis langfristig ähnliche Folgen für die Atemwege wie der blaue Dunst von Zigaretten. Das Forschungsteam um Studienleiterin Jeanette Tetrault hat systematisch nach Forschungsartikeln recherchiert, in denen die Effekte von Cannabisrauch auf die Atemwege untersucht wurden. Das Team konnte 34 Artikel ausfindig machen, von denen 14 die langfristigen Auswirkungen des Cannabiskonsums untersucht haben. In allen Studien zu den langfristigen Folgen konnte ein Zusammenhang mit Atemwegserkrankungen gefunden werden, bei denen es zu Husten und vermehrter Schleimbildung kommt. Dies sind typische Anzeichen einer chronischen Bronchitis. Allerdings konnte kein Zusammenhang zwischen langfristigem Kiffen und der Bildung eines Lungenemphysems gefunden werden. Als Hauptursache für diese Erkrankung gilt das Zigarettenrauchen. Dabei kommt es zu Zerstörungen der Lungenbläschen, mit der Folge, dass die Betroffenen unter Kurzatmigkeit („Luftmangel“) leiden. Die Autorinnen und Autoren weisen jedoch auch darauf hin, dass die negativen Effekte des Tabakrauchens in den Studien nicht gänzlich ausgeschlossen werden konnten. Die Ergebnisse können also nicht mit völliger Sicherheit auf das Rauchen von Cannabis zurückgeführt werden. „Trotz dieser Einschränkungen sollten Ärzte ihre Patienten auf den potentiell negativen Einfluss des Cannabisrauchens auf die allgemeine Lungengesundheit aufmerksam machen“, sagte Tetrault. Siehe auch frühere News: „Kein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Lungenkrebs“ (30.05.2006) „Cannabisrauch schädigt Lunge“ (13.02.2004) Quellen: Pressemitteilung Yale University Tetrault, J. M., Crothers, K., Moore, B. A., Mehra, R., Concato, J. & Fiellin, D. A.. (2007). Effects of Marijuana Smoking on Pulmonary Function and Respiratory Complications. JAMA Internal Medicine, 167(3), 221-228.…
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…Das ist eine Art Isolationsschicht, die Nervenfasern umwickelt. Schäden an der Myelinscheide können sich in Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühlen bemerkbar machen. Die 21-Jährige litt vor [...] Nachricht aber ist, dass bei rechtzeitiger Diagnose die meisten Schäden heilbar sind. Die 21-Jährige ist umfassend medikamentös behandelt worden, unter anderem mit hochdosiertem Vitamin-B12. Fünf Tage …
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… beim ausschließlichen Vapen. Vapes keine Maßnahme der Schadensminimierung bei fortgesetztem Rauchen Laut Harris und seinem Team würde ihre Studie aber die Annahme infrage stellen, dass das Vapen eine [...] der Gebrauch von E-Zigaretten zuweilen als Methode der Schadensminimierung. Ihre Ergebnisse würden aber zeigen, dass Vapen das Lungenkrebsrisiko sogar erhöht, wenn die Person weiterhin Zigaretten [...] andere Studien Hinweise geliefert, dass Vapes krebserregende Schadstoffe wie Formaldehyd oder Acrylamide freisetzen. Auch seien bei Personen, die vapen, ebenso wie bei Rauchenden epigenetische Veränderungen…
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…Aerosol aus Vapes und Tabakerhitzern enthalte neben Nikotin auch Schadstoffe, die die feinen Strukturen der Bronchien schädigen und Entzündungsreaktionen hervorrufen können. Beim gleichzeitigen Konsum …
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…Verletzlichkeit jedoch weiter verschlimmern. Maßnahmen zur Schadensminimierung und Hilfsangebote Aus Sicht des Forschungsteam seien Strategien der Schadensminimierung sinnvoll. Dazu gehören beispielsweise…
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