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Drugcom: Archiv: Cannabis und Psychose - ein Gen bestimmt das Risiko

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News-Archiv


Archiv Jahr 2016


27.05.2016

Cannabis und Psychose - ein Gen bestimmt das Risiko

In einer aktuellen Studie konnte nachgewiesen werden, dass Cannabiskonsumierende mehr psychotische Symptome entwickeln, wenn eine bestimmte Genvariante bei ihnen vorliegt.

Ausdruck einer Gensequenz - Buchstaben GTCA

Bild: alanphillips / istockphoto.com

Kiffer haben ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Psychose. Das ist bekannt. Allerdings bricht nur bei einer sehr kleinen Minderheit der Konsumierenden tatsächlich eine Psychose aus. Der Grund hierfür könnte in den Genen liegen. Studien haben aufzeigen können, dass Kiffer, die unter einer Psychose leiden, häufiger eine bestimmte Variante des Gens namens AKT1 aufweisen als nicht kranke Kiffer.

Die bisherigen Studien wurden jedoch überwiegend mit psychisch kranken Cannabiskonsumierenden durchgeführt. Celia Morgan und ihr Team wollten herausfinden, ob sich auch bei bislang gesunden Personen ein Zusammenhang zwischen psychotischen Symptomen und einem genetisch bedingt erhöhten Psycho-Risiko nachweisen lässt. Das Forschungsteam hat dazu 442 gesunde junge Menschen untersucht, die mindestens einmal pro Monat kiffen und bei denen kein Fall von Psychose in der Familie bekannt ist.

Beim Kiffen zugeschaut

Das Besondere an der Studie war, dass die Teilnehmenden nicht zu ihren vergangenen Konsumerfahrungen befragt wurden. Vielmehr wurden sie im akut bekifften Zustand untersucht. Dazu hat das Forschungsteam die Teilnehmenden der Studie in ihren eigenen vier Wänden besucht und ließ diese vor ihren Augen einen Joint kiffen. Die Anweisung lautete, so viel zu kiffen, wie sie es auch normalerweise tun würden.

Sobald die Kiffer „stoned“ waren, haben die versuchsleitenden Personen mit Hilfe eines speziellen Fragebogens überprüft, ob und in welchem Maße die Teilnehmenden akute psychotische Symptome erlebten wie beispielsweise wahnhafte Gedanken, Wahrnehmungsstörungen oder Paranoia. Mittels eines Wangenabstrichs wurde zudem eine DNA-Probe entnommen.

Mehr psychotische Symptome bei Nachweis der Genvariante

Den Ergebnissen zufolge zeigten einige der Teilnehmenden stärker ausgeprägte psychotische Symptome als andere. Das Gen AKT1 scheint dabei eine Rolle zu spielen. So war die Genvariante stärker bei den Kiffern ausgeprägt, die mehr psychotische Symptome zeigten. Kiffer, die schon im nüchternen Zustand erhöhte Werte für psychotische Symptome aufwiesen, waren auch im Cannabisrausch mehr davon betroffen als andere Teilnehmende. Hingegen spielte es keine Rolle, wie viele Jahre die Person bereits Cannabis konsumierte oder ob sie cannabisabhängig war.

Nach Angaben des Forschungsteam konnte somit erstmals bei gesunden Cannabiskonsumierenden nachgewiesen werden, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der Anfälligkeit für psychotische Symptome und einer bestimmten Genvariante. Kiffer, die im akuten Rauschzustand psychotische Symptome bei sich wahrnehmen, könnten daher ein genetisch bedingt erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer dauerhaften Psychose wie die Schizophrenie in sich tragen.

Quelle:
Morgan, C. J. A., Freeman, T. P. & Curran, H. V. (2016). AKT1 genotype moderates the acute psychotomimetic effects of naturalistically smoked cannabis in young cannabis smokers. Transl Psychiatry, 6, e738.

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