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Drugcom: Archiv: Ecstasy verändert Gehirnaktivität

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News-Archiv


Archiv Jahr 2018


05.01.2018

Ecstasy verändert Gehirnaktivität

Bekannt ist, dass der Konsum von Ecstasy Nerven schädigen kann. Allerdings sind die messbaren Einbußen bei den Hirnleistungen vergleichsweise gering. Die Hirnforschung liefert nun Hinweise, dass das Gehirn von Konsumierenden Wege zu finden scheint, um die Schäden zu auszugleichen.

Jugendlicher kratzt sich nachdenklich am Kopf

Bild: Cookie Studio / Fotolia.com

Der Ecstasy-Wirkstoff MDMA bewirkt eine stärkere Aktivierung von Nerven, die den Hirnbotenstoff Serotonin ausschütten. Häufiger Konsum von MDMA kann die serotonergen Nervenendigungen jedoch schädigen. Dies konnte in Tierexperimenten nachgewiesen werden.

Vergleichbare Studien am Menschen verbieten sich aus ethischen Gründen. Aber es gibt gewissermaßen ein großes Feldexperiment. Denn viele Menschen konsumieren freiwillig und teils in hohen Dosen Ecstasy. In der Europäischen Union haben schätzungsweise 2,3 Millionen Jugendliche und junge Erwachsene in den letzten 12 Monaten Ecstasy konsumiert.

In vielen Studien wurden Ecstasykonsumierende mit Nicht-Konsumierenden verglichen. Mit Hilfe bildgebender Verfahren wie der Magnetresonanztomographie konnte nachgewiesen werden, dass die Aktivität serotonerger Nerven bei häufigem Ecstasykonsums reduziert ist. Dieser Befund spricht für eine neurotoxische Wirkung. Betroffen sind unter anderem Hirnregionen, die an der Gedächtnisbildung beteiligt sind. Gleichzeitig sind die messbaren Einbußen bei den kognitiven Leistungen oft nur gering. Wie passt das zusammen?

Höherer mentaler Aufwand

Ein Forschungsteam um Studienleiter Carl Roberts hat eine Vielzahl an bisherigen Studien gesichtet, in denen die kognitiven Leistungen von Ecstasykonsumierenden ermittelt und bildgebende Verfahren eingesetzt wurden. Die Autorinnen und Autoren der Übersichtsarbeit kommen zu dem Schluss, dass Ecstasykonsum zwar serotonerge Nerven schädigt. Das Gehirn Betroffener scheint aber sein Aktivitätsmuster zu verändern. Das Gehirn würde dann einen höheren mentalen Aufwand betreiben, um eine vergleichbare Leistung wie Nicht-Konsumierende zu erzielen.

Generell würden die bildgebenden Verfahren deutlich machen, dass Hirnveränderungen schon dann nachweisbar sind, wenn kognitive Leistungen wie das Gedächtnis noch nicht so stark betroffen sind. Bei zunehmender Schwierigkeit oder Komplexität der Aufgaben würden Defizite bei Ecstasykonsumierenden aber deutlicher hervortreten. Eine frühere Studie hat beispielsweise ermittelt, dass Defizite schon ab 10 Pillen Ecstasy auftreten können.


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