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Drogenlexikon

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Wein

Wein ist ein alkoholisches Getränk, das durch Gärung aus Traubensaft gewonnen wird. In Deutschland werden pro Jahr etwa 20 Millionen Hektoliter Wein und Schaumwein verkauft. Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland liegt bei rund 24 Liter im Jahr.

Geschichte

Ein genaues Datum für den ersten Weinanbau ist schwer festzulegen. Man geht jedoch davon aus, dass erste Weinpflanzen in Vorderasien kultiviert wurden. Von da aus gelangte die Pflanze nach Mesopotamien, dem heutigen Irak und nach Ägypten, wo etwa 4000 Jahre vor Christus nachweislich der erste Wein produziert wurde. In Europa waren es die Griechen, die etwa 1600 v. Chr. damit begannen, Wein systematisch anzubauen. Nach Deutschland kam der Wein mit den Römern. Etwa 200 nach Christus begannen diese damit, Rebstöcke in Deutschland anzupflanzen und den daraus gewonnenen Traubensaft zu Wein zu vergären. Im Mittelalter waren es vor allem Mönche, die den Weinanbau verbesserten und zu seiner Verbreitung in Deutschland beitrugen. Seine größte Verbreitung fand der Wein gegen Ende des 16. Jahrhunderts. Die Weinanbaufläche war zu dieser Zeit etwa dreimal größer als heute. Das in der Folgezeit weniger Wein getrunken wurde, lag zum einen daran, dass die Bierherstellung verbessert und Bier immer beliebter wurde. Zum anderen wurden in der Folge des 30-jährigen Krieges große Teile der deutschen Weinanbaugebiete verwüstet. Eine ebenso große Bedrohung für den Weinbau stellte im 19. Jahrhundert die aus Amerika eingeführte Reblaus dar. Sie vernichtete fast den gesamten Bestand an Reben in Europa. Erst nachdem man einen Weg gefunden hatte, europäische Reben mit den resistenten amerikanischen Reben zu kreuzen, konnte die Gefahr durch die Reblaus gebannt werden. Heute ist Wein nach Bier das zweitbeliebteste alkoholische Getränk in Deutschland.

Herstellung

Wein wird aus dem Saft von Weintrauben gewonnen. Dazu wird zunächst der Saft aus den Trauben gepresst. Während der anschließenden Lagerung beginnen speziell ausgewählte Hefekulturen den Zucker im Traubensaft in Alkohol, Kohlendioxid und Aromastoffe umzuwandeln. Je nach Rebsorte entsteht so ein sortentypischer Geschmack. Nach spätestens zwei Wochen ist der Gärprozess abgeschlossen. Je nachdem wie viel Restzucker im Wein verbleibt spricht man von einem lieblichen, halbtrockenen oder trockenen Wein. Die von Trub- und Schwebeteilchen befreiten Weine werden danach entweder direkt abgefüllt oder zur weiteren Reifung eingelagert.

Weinsorten

Eine Unterscheidung von Weinen basiert maßgeblich auf den ihnen zugrunde liegenden Rebsorten. Bekannte deutsche Weißweinsorten sind Riesling, Müller-Thurgau oder Silvaner Unter den deutschen Rotweinen sind die Rebsorten Spätburgunder, Dornfelder oder Portugieser weit verbreitet. Werden Rebsorten gemischt, spricht man von Cuvée. Bekanntestes Cuvée ist wohl der in der Region Bordeaux hergestellte „Bordeaux“-Wein, der hauptsächlich aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc gemischt wird.

Eine weitere Unterteilung wird in Deutschland anhand des Mostgewichts vorgenommen. Das Mostgewicht ist ein Maß für den Anteil der gelösten Stoffe im Traubensaft und wird in Grad Oechsle angegeben. Je nach Oechslegrad unterteilt man die späteren Weine in die Qualitätsstufen Tafel-bzw. Landwein, Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (QbA) oder Prädikatswein. Abhängig vom Mostgewicht ist auch der spätere Alkoholgehalt des Weines. Dieser reicht von 5 Volumenprozent (Vol.-%) bei Landweinen bis zu 15 Vol.-% bei Prädikatsweinen.

Eigenschaften

Hauptwirkstoff im Wein ist der Alkohol. Nach anfänglich euphorisierender Wirkung hat mit zunehmender Menge der Alkohol eine eher beruhigende bis betäubende Wirkung. Die weiteren Inhaltsstoffe im Wein sind nicht psychoaktiv.

Aufgrund des Alkohols ist der übermäßige Konsum von Wein mit zahlreichen gesundheitlichen Risiken verbunden. Die Wirkungen und Risiken von Trinkalkohol werden umfassend im Lexikonartikel zu Alkohol beschrieben.

Gelegentlich werden dem Wein auch gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen. Diese beziehen sich vor allem auf die im Wein enthaltenen Polyphenole, die antioxidativ auf den Organismus wirken sollen und denen unter anderem eine krebsvorbeugende Wirkung zugesprochen wird. Diese Eigenschaft des Weins wird in der Fachwelt allerdings kontrovers diskutiert, da verschiedene Studien zu diesem Punkt widersprüchliche Ergebnisse hervorbrachten bzw. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darauf hinweisen, dass die positiven Eigenschaften der Polyphenole durch die gesundheitsschädigenden Eigenschaften des Alkohols möglicherweise wieder zunichte gemacht werden - vor allem, wenn der Konsum die Grenzen des risikoarmen Trinkens übersteigt.

Gesetzliches

In Deutschland dürfen Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr Wein kaufen.


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