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25.02.2004
Einer aktuellen Studie zufolge werden Alcopops hauptsächlich von Jugendlichen getrunken. Mit zunehmendem Alter nimmt der Konsum von Alcopops deutlich ab. Die Bundesdrogenbeauftragte Marion Caspers-Merk ist alarmiert über den steigenden Konsum von Alcopops und erwägt, eine Steuer auf Alcopops zu erheben, um den Konsum unter Jugendlichen einzudämmen.
Während der Pro-Kopf-Verbrauch an Alkohol in den letzten Jahren eher rückläufig war, hat der Absatz an Alkoholmischgetränken rasant zugenommen. Offenbar sind die Marketingstrategien der Alkoholhersteller voll aufgegangen.
Die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bestätigen diesen Eindruck: 91% der 14- bis 17-Jährigen, die angeben Alcopops zu kennen (78%), haben über die Werbung von den neuen Mischgetränken erfahren. Jeder zweite Jugendliche dieser Altersgruppe trinkt mindestens einmal im Monat Alcopops, 12% sogar wöchentlich. Bei den 14- bis 17-Jährigen zählen die bunten Mixdrinks - gemessen an der Trinkhäufigkeit - zu den beliebtesten alkoholischen Getränken.
Schwierigkeiten bei der Beschaffung haben Jugendliche offenbar nicht. 39% der befragten Minderjährigen in der BZgA-Studie gaben an, im letzten Monat Alcopops gekauft zu haben. Unter den 14- bis 15-Jährigen gab immerhin jeder Vierte der Befragten zu, Alcopops im letzten Monat gekauft zu haben, obwohl das Jugendschutzgesetz die Abgabe von alkoholischen Getränken an unter 16-Jährige untersagt. Alcopops, in denen Hochprozentiges wie Wodka enthalten ist, dürfen erst ab 18 Jahren gekauft werden.
Bereits Ende November 2003 hat sich die Bundesdrogenbeauftragte Marion Caspers-Merk in einem Interview mit der Berliner Zeitung besorgt gezeigt über diesen Trend: "Alcopops richten großen Schaden an und sind eine Einstiegsdroge." In Frankreich wurde 1997 eine Zusatzsteuer eingeführt, die den Endverkaufspreis verdoppelt. Auch die Bundesregierung prüft derzeit, ob eine Steuer sinnvoll sei, so Caspers-Merk.
Siehe auch News vom 24.11.2003: Steuer auf Alcopops
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