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 HomeNews > Alkohol-Blackouts empfinden Betroffene meist als peinlich

30.10.2019

Alkohol-Blackouts empfinden Betroffene meist als peinlich

An der Schwelle zum Rauschtrinken steigt das Blackout-Risiko rasch an. Einer aktuellen Studie zufolge ist Betroffenen das eigene Verhalten im Nachhinein meist peinlich.

Halb leere Gläser auf Tisch, Frau schläft im Hintergrund

Bild: Miss X / photocase.de

„Kannst du dich noch an den gestrigen Abend erinnern?“ Täglich haben die Teilnehmenden eine kurze Befragung auf ihrem Smartphone ausgefüllt. Ob und wie viel Alkohol sie getrunken haben und ob sie sich noch an alles erinnern können, wollte das Forschungsteam unter anderem wissen. Vier Wochen lang haben 96 Studierende im Alter zwischen 18 und 20 Jahren Auskunft über ihre Trinkgewohnheiten gegeben.

Studienleiterin Jennifer Merrill und ihr Team wollten herausfinden, bei welchen Trinkmengen Blackouts auftreten und wie Betroffene diese erleben. Immerhin ein Drittel der Studierenden erlebte mindestens einen Blackout im Untersuchungszeitraum. Die Teilnahme an der Studie setzte allerdings voraus, dass die Personen regelmäßig Rauschtrinken betreiben.

Was nicht weiter verwunderte: Je mehr Alkohol im Spiel war, desto wahrscheinlicher war ein Blackout. Wer die Schwelle zum Rauschtrinken überschritten hatte, hatte ein 5-mal höheres Risiko für einen Blackout als Teilnehmende, die moderat Alkohol getrunken haben. Von Rauschtrinken wird gesprochen, wenn Frauen vier oder mehr Gläser Alkohol bei einer Gelegenheit trinken. Bei Männern liegt die Grenze bei fünf Gläsern.

Extremes Rauschtrinken erhöht Blackout-Risiko um das 18-fache

Einige der Studierenden haben es hin und wieder so richtig krachen lassen. Trinken Männer zehn und mehr Gläser Alkohol, dann wird von besonders gefährlichem Rauschtrinken gesprochen. Für Frauen beginnt der Hochrisikokonsum bei acht Gläsern. Das Risiko für einen Blackout war bei dieser extremen Form des Rauschtrinkens um das 18-fache erhöht.

Dabei zeigte sich, dass die Studierenden nicht nur stärker unter einem Kater litten. Im Falle eines Blackouts war den Betroffenen ihr eigenes Verhalten im Nachhinein meist peinlich. In der Rückschau betrachtet, sei der gestrige Abend aus Sicht der Befragten es „nicht wert gewesen“.

Die Forscherinnen regen an, Smartphones auch für die Frühintervention zu nutzen. Mit mobilen Apps könnten Personen beispielsweise ihren Alkoholkonsum protokollieren, um angepasst an ihr situatives Verhalten Informationen zu erhalten.

Quelle:

Merrill, J. E., Boyle, H. K., Jackson, K. M. & Carey, K. B. (2019). Event-level correlates of drinking events characterized by alcohol-induced blackouts. Alcoholism, Clinical & Experimental Research, https://doi.org/10.1111/acer.14204.

 

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