Langfristig schadet der Rauch von Cannabis den Atemwegen

23.02.2007

Unbestritten ist, dass Zigarettenrauchen schädlich ist und zu Atemwegserkrankungen führt. Geht es um die Risiken des Cannabiskonsums, denken die meisten vermutlich nicht in erster Linie an die Folgen, die durch den eingeatmeten Rauch entstehen. Doch einer aktuellen Studie zufolge hat das Rauchen von Cannabis langfristig ähnliche Folgen für die Atemwege wie der blaue Dunst von Zigaretten.

Das Forschungsteam um Studienleiterin Jeanette Tetrault hat systematisch nach Forschungsartikeln recherchiert, in denen die Effekte von Cannabisrauch auf die Atemwege untersucht wurden. Das Team konnte 34 Artikel ausfindig machen, von denen 14 die langfristigen Auswirkungen des Cannabiskonsums untersucht haben.

In allen Studien zu den langfristigen Folgen konnte ein Zusammenhang mit Atemwegserkrankungen gefunden werden, bei denen es zu Husten und vermehrter Schleimbildung kommt. Dies sind typische Anzeichen einer chronischen Bronchitis. Allerdings konnte kein Zusammenhang zwischen langfristigem Kiffen und der Bildung eines Lungenemphysems gefunden werden. Als Hauptursache für diese Erkrankung gilt das Zigarettenrauchen. Dabei kommt es zu Zerstörungen der Lungenbläschen, mit der Folge, dass die Betroffenen unter Kurzatmigkeit („Luftmangel“) leiden.

Die Autorinnen und Autoren weisen jedoch auch darauf hin, dass die negativen Effekte des Tabakrauchens in den Studien nicht gänzlich ausgeschlossen werden konnten. Die Ergebnisse können also nicht mit völliger Sicherheit auf das Rauchen von Cannabis zurückgeführt werden. „Trotz dieser Einschränkungen sollten Ärzte ihre Patienten auf den potentiell negativen Einfluss des Cannabisrauchens auf die allgemeine Lungengesundheit aufmerksam machen“, sagte Tetrault.

Siehe auch frühere News:
„Kein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Lungenkrebs“ (30.05.2006)
„Cannabisrauch schädigt Lunge“ (13.02.2004)

Quellen:

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