Home > News > Aktuelle Meldungen > Passivrauchen viel gefährlicher als angenommen
16.12.2005
Passivrauchen ist nicht nur Belästigung, sondern eine Gesundheitsbelastung mit Todesfolge. Zu diesem Schluss kommt das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) aufgrund einer neuen Studie. Demnach sterben jährlich über 3.300 Personen an den Folgen des Passivrauchens.
„Passivrauch enthält giftige Substanzen wie Blausäure, Ammoniak und Kohlenmonoxid, aber auch eine Vielzahl krebserregender Stoffe“, stellt die Herausgeberin der Studie, Dr. Martina Pötschke-Langer, fest. „Für die im Passivrauch enthaltenen krebserregenden Substanzen können keine Dosis-Schwellenwerte festgestellt werden, unterhalb derer keine Gesundheitsgefährdung zu erwarten wäre. Auch kleinste Belastungen können zur Entwicklung von Tumoren beitragen.“
Prof. Ulrich Keil und Prof. Heiko Becher, die Mitautoren der Studie, haben erstmals die jährlichen Opfer des Passivrauches berechnet. „Durch Passivrauchen versterben jährlich schätzungsweise 2.140 Nichtraucher und Nichtraucherinnen an einer Herzkrankheit, 770 an Schlaganfall, 50 an chronischren Lungenerkrankungen und 260 an Lungenkrebs. Etwa 60 Säuglinge versterben jährlich durch Passivrauch im Haushalt sowie durch vorgeburtliche Schadstoffbelastungen, weil die Mutter während der Schwangerschaft rauchte", schreiben sie. Das sind mehr als 3.300 Personen, die jedes Jahr an den Folgen des Passivrauchens in Deutschland versterben.
„Das sind mehr Todesfälle als durch illegale Drogen, Asbest, BSE und SARS zusammen“, betonen die Autoren. Hinzu kommen die ganzen nicht-tödlichen, durch Passivrauchen verursachten Beschwerden und Krankheiten, wie zum Beispiel Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen oder chronische Lungenerkrankungen.
Noch immer sind über 35 Millionen Nichtraucher und Nichtraucherinnen in Deutschland zu Hause, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit dem Zigarettenrauch anderer ausgesetzt. „Die Gesetzgeber müssen in die Pflicht genommen werden, um endlich rauchfreie öffentliche Gebäude und gastronomische Betriebe zu schaffen“, fordert Pötschke-Langer.
Quellen:
Pressemitteilung des DKFZ (pdf 31 kB)
Studie Passivrauchen (pdf 1,8 MB)
www.pressetext.de
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