Zunahme von Todesfällen nach Konsum von Ecstasy

07.04.2021

Eine internationale Studie zeigt auf, dass Todesfälle nach dem Konsum von Ecstasy in den letzten Jahren zugenommen haben.

Bild: Hans Verburg / istockphoto.com

Die kleinen bunten Pillen locken mit schönen Gefühlen. Was Konsumierende dabei oftmals verdrängen: Der Wunsch nach Ekstase kann tödlich enden. Immer wieder sterben Menschen nach dem Konsum von Ecstasy. Ein Forschungsteam aus den Niederlanden hatte 2020 eine Studie veröffentlicht, in der es das Risiko für schwerwiegende Folgen beim Konsum von Ecstasy errechnet hat. Statistisch betrachtet sei demnach bei einer von 33.000 Pillen mit dem Tod zu rechnen. Kommen andere Drogen hinzu, sei das Risiko noch höher.

Bei bis zu 25 Prozent der Todesfälle Ecstasy alleinige Ursache

In einer aktuellen Untersuchung hat sich ein internationales Forschungsteam nun Daten zu Todesfällen nach Ecstasykonsum angeschaut, die sich in Finnland, Portugal, Australien und der Türkei ereignet haben. Die Daten erstrecken sich über unterschiedlich große Zeiträume. Die Angaben zu Todesfällen aus Australien stammen aus den Jahren 2001 bis 2019. Finnland lieferte Daten für die Jahre 2001 bis 2017, Portugal für 2008 bis 2019 und die Türkei für 2007 bis 2017.

Die meisten Todesfälle wurden in der Türkei gemeldet. Im Untersuchungszeitraum sind dort 1.400 Menschen nach dem Konsum von Ecstasy gestorben. In Australien haben sich 507 Todesfälle nach Ecstasykonsum ereignet, in Finnland 100 und in Portugal 45. In den meisten Fällen wurde die Todesursache auf multiplem Drogengebrauch zurückgeführt. Dabei sei unklar, welchen Anteil Ecstasy hatte. Bei 13 bis 25 Prozent aller gemeldeten Fälle wurde der Ecstasywirkstoff MDMA jedoch als alleinige Todesursache benannt. In diesen Fällen war die MDMA-Konzentration meist höher als wenn noch andere Drogen am Tod der Person beteiligt waren.

Ansteigender Trend deckt sich mit Abwasseranalysen

In allen Ländern hat sich zudem ein ansteigender Trend bei den jährlichen Todesfällen abgezeichnet. Nach Angaben von Studienleiterin Amanda Roxburgh und ihrem Team würden sich die Ergebnisse auch mit Abwasseranalysen in den Ländern decken.

Roxburgh und ihr Team warnen, dass viele Konsumentinnen und Konsumenten möglicherweise das Risiko eine Überdosierung unterschätzen. Viele seien sich nicht bewusst, dass der Reinheitsgehalt von Ecstasypillen in den letzten Jahren zugenommen hat. Die Konzentration des Wirkstoffs MDMA schwanke und könne teils sogar 300 Milligramm übersteigen. Schon ab 120 Milligramm sei mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko zu rechnen. Konsumierende dürften sich somit nicht in Sicherheit wiegen, wenn sie „nur“ Ecstasy konsumieren und auf Mischkonsum verzichten. Zusätzlicher Drogenkonsum würde aber auf jeden Fall die Gefahr einer tödlichen Überdosis erhöhen.

 

Quelle:

Roxburgh, A., Sam, B., Kriikku, P., Mounteney, J., Castanera, A., Dias, M. & Giraudon, I. (2021). Trends in MDMA‐related mortality across four countries. Addiction, https://doi.org/10.1111/add.15493.

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