Zweiter Fall von Milzbrand bei einem Heroinkonsumenten in Deutschland

06.04.2010

Nachdem im Dezember 2009 ein Heroinkonsument in der Region Aachen in Nordrhein-Westfalen an den Folgen einer Milzbrandinfektion gestorben ist, wurde ein weiterer Fall von Milzbrand bei einem Heroinkonsumenten festgestellt. Das Robert-Koch-Institut warnt daher vor möglicherweise mit Milzbranderregern verunreinigtem Heroin.

Heroinbesteck mit Spritze und Löffel

Bild: zlisjak / iStockphoto.com

Im aktuellen Fall erkrankte der Mann Mitte März an Milzbrand. Er werde antibiotisch behandelt und sei derzeit in einem stabilen Zustand, meldet das Robert-Koch-Institut (RKI). Das jetzige Auftreten eines weiteren Falls bei einem Heroinkonsumenten in derselben Region in Deutschland lege nahe, dass verunreinigtes Heroin weiter im Umlauf ist. Es sei weiterhin nicht auszuschließen, dass es auch in anderen Bundesländern vertrieben worden sein könnte.

Erste Fälle von Milzbrand wurden zunächst in Schottland und England gemeldet, wo es weiterhin Neuerkrankungen gibt. Aufgrund vergleichender Untersuchungen von Proben des im Dezember in Aachen Verstorbenen und von Proben von Fällen aus Schottland sei nach Angaben des RKI nicht auszuschließen, dass es sich um identische Stämme des Milzbranderregers bei allen untersuchten Fällen handelt. Dies sei ein Hinweis darauf, dass verunreinigtes Heroin in Deutschland und Großbritannien eine gemeinsame Quelle der Verunreinigung haben könnte.

Eine Infektion mit Milzbrand kann beispielsweise erfolgen, wenn mit Milzbrandsporen verunreinigtes Heroin gespritzt oder inhaliert wird oder mit verletzter Haut oder Schleimhaut in Kontakt kommt. Es gäbe praktisch keine Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Für die Allgemeinbevölkerung bestehe daher kein Infektionsrisiko.

Das RKI bittet um Kontaktaufnahme mit dem örtlichen Gesundheitsamt, wenn jemand Kenntnis von aktuellen Fällen oder von Fällen aus der Vergangenheit erhält, die mit diesem Geschehen in Zusammenhang stehen könnten.

Mehr Informationen zu Milzbrand unter www.rki.de.

Quelle:
Pressemitteilung des RKI  

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