Aromastoffe in E-Zigaretten greifen weiße Blutkörperchen an

20.07.2018

Ein Duft liegt in der Luft. Beim Gebrauch von E-Zigaretten werden meist aromatisierte Liquids verdampft. Neue Studien weisen darauf hin, dass Aromastoffe in E-Zigaretten verstärkt freie Radikale bilden und die Zellen unseres Immunsystems angreifen.

Kopf von Mann verschwindet hinter einer Wolke einer E-Zigarette

Bild: ponyQ / photocase.de

Eine E-Zigarette mit Kaugummigeschmack? Kein Problem. Oder doch lieber Gummibärchenaroma? Liquids, die in E-Zigaretten verdampft werden, gibt es in unzähligen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Anders als bei einer herkömmlichen Zigarette entsteht bei der E-Zigarette kein Rauch, sondern ein Aerosol, das aus winzigen Tröpfchen besteht.

Zur Gefährlichkeit der eingeatmeten Aerosole gibt es bei weitem noch nicht so viele Studien wie zu den Risiken des Tabakrauchens. Die in E-Zigaretten enthaltenen Aromastoffe entsprechen zwar der Lebensmittelverordnung, gelten also als sicher. Doch wie sich die Substanzen beim Erhitzen und Einatmen verhalten, ist weniger gut erforscht. In einer Studie aus den USA konnte nun nachgewiesen werden, dass Aromastoffe beim Verdampfen eine bestimmte Art weißer Blutkörperchen, die als Monozyten bezeichnet werden, angreifen.

Mischen von Aromastoffen besonders schädlich

Studienleiter Thivanka Muthumalage und sein Team haben mehrere nikotinfreie Liquids an Zellkulturen getestet. Die Zellen reagierten in einer Dosis-abhängigen Weise mit Entzündungsreaktionen. Als besonders schädigend erwiesen sich Zimt-, Vanille- und Butteraromen. Das Mischen verschiedener Aromen hatte zudem eine erheblich giftigere Wirkung als einzelne Aromastoffe.

Die Zellschädigung wird insbesondere über die Bildung freier Radikale vermittelt. Das sind besonders reaktionsfreudige Moleküle, denen ein Elektron fehlt. Freie Radikale schädigen Zellen, indem sie ihnen Elektronen entreißen. Dies kann Entzündungen bis hin zu Krebserkrankungen zur Folge haben.

Mehr freie Radikale durch Aromastoffe

In einer weiteren Studie der Pennsylvania State University in den USA hat ein Forschungsteam gemessen, im welchem Maße freie Radikale produziert werden. Das Team verglich 50 aromatisierte Liquids mit einem Produkt ohne Aromastoffe.

Dabei konnte nachgewiesen werden, dass die Bildung freier Radikale bei 43 Prozent der aromatisierten Liquids verstärkt wird. Bei einigen wenigen Aromen war die Bildung freier Radikale hingegen abgesenkt. Allerdings würden unterschiedliche Hersteller unterschiedliche Ausgangsstoffe verwenden, um bestimmte Aromen zu erzeugen. Welche Aromen wie gefährlich sind, könne daher nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Quellen:

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