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26.06.2015
Schmerzen beim Wasserlassen oder Blut im Urin - der Konsum von Ketamin kann sehr unangenehme Folgen haben, wie eine Umfrage unter Konsumierenden zeigt.

Bild: © Christian JACQUET / Fotolia.com
In der Medizin wird Ketamin zur Einleitung einer Narkose verwendet. In den 1970er Jahren ist bekannt geworden, dass Ketamin wegen seiner halluzinogenen Wirkung auch von Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Freizeitdroge eingenommen wird. Dabei werden häufig hohe Mengen Ketamin konsumiert.
Konsumierende berichten von übersinnlichen, spirituellen Erlebnissen. Sie haben das Gefühl, den eigenen Körper zu verlassen oder eins zu werden mit dem Universum. Fallberichten zufolge birgt der Freizeitkonsum von Ketamin allerdings auch eine Reihe ganz irdischer Risiken wie beispielsweise Blasenprobleme.
Ein Forschungsteam aus den USA ist der Frage nachgegangen, wie häufig Blasenprobleme bei Konsumierenden auftreten. Dazu führten sie eine nicht repräsentative Online-Umfrage durch, an der weltweit 18.802 junge Erwachsene teilgenommen haben. Etwa jeder fünfte der Teilnehmenden hatte schon mindestens einmal Ketamin konsumiert. Knapp sechs Prozent hatten dies in den letzten sechs Monaten getan.
Generell sind Blasenprobleme keine seltene Erkrankung in der Bevölkerung. Um herauszufinden, ob der Konsum von Ketamin mit einem erhöhten Risiko für Blasenprobleme zusammenhängt, verglich das Forschungsteam die Antworten der Ketaminkonsumierenden mit denen von Personen, die noch nie Ketamin genommen hatten.
Das Ergebnis bestätigte die Vermutungen: Ketaminkonsumierende berichteten generell häufiger von Blasenproblemen als andere Befragte, die keine Erfahrung mit Ketamin haben. Sie hatten häufiger und meist dringender das Bedürfnis, auf die Toilette zu gehen und hatten öfter Schmerzen beim Wasserlassen oder sogar Blut im Urin. Die Wahrscheinlichkeit für eines der genannten Symptome war umso höher, je häufiger die Personen Ketamin konsumierten.
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