Cannabiskonsumierende haben schlechtere Hochschulabschlüsse

13.01.2017

Wie verträgt sich das Kiffen mit dem Studium? Laut einer Studie aus den USA eher nicht so gut.

Student schläft in leerem Hörsaal

Bild: .marqs / photocase.com

Beim Lernen im Studium dürfte es von Vorteil sein, einen klaren Kopf zu haben. Manche Studentinnen und Studenten kiffen jedoch regelmäßig, einige von ihnen sogar täglich. Ein Forschungsteam aus den USA ist daher der Frage nachgegangen, wie sich Cannabiskonsum auf die Leistungen der Studierenden niederschlägt.

Dazu wurde der Werdegang von über 3.000 Studierenden von 11 US-amerikanischen Colleges untersucht. In jedem Semester wurden die Teilnehmenden zu ihrem Cannabiskonsum befragt. Das Studium an den beteiligten Colleges ist auf vier Jahre angelegt und endet in der Regel mit dem Bachelor. Die letzte Befragung erfolgte am Ende des vierten Jahres.

Nicht-Konsumierende größte Gruppe

Auf Grundlage der Angaben zum Cannabiskonsum konnten Studienleiterin Cynthia Suerken und ihr Team fünf unterschiedliche Gruppen bilden. Die größte Gruppe bildeten demnach abstinente Studierende, die zu keinem Befragungszeitpunkt während ihres Studiums gekifft haben. Dieser Gruppe gehörten 69 Prozent der Studierenden an.

17 Prozent der Studierenden konsumierten nur gelegentlich Cannabis, 5 Prozent reduzierten ihren Konsum im Verlauf des Studiums. 6 Prozent steigerten ihren Konsum und 4 Prozent haben regelmäßig im Rahmen des Studiums gekifft.

Auch gelegentlicher Konsum mit schlechteren Leistungen verbunden

Auffällig war, dass alle Cannabisgruppen einen schlechteren Notendurchschnitt im Abschlusszeugnis erzielten als die Gruppe der Nicht-Konsumierenden. Selbst die Gruppe der Studierenden, die nur gelegentlich Cannabis konsumierte, hatte ein schlechteres Abschlusszeugnis vorzuweisen. Am schlechtesten schnitten Studierende ab, die im Verlaufe ihres Studiums ihren Cannabiskonsum gesteigert haben. Studierende mit regelmäßigem Konsum haben das College zudem vergleichsweise häufig ohne Abschluss verlassen oder haben den Abschluss nicht innerhalb von vier Jahren geschafft.

Einschränkend muss erwähnt werden, dass die Studie aus methodischen Gründen keine Aussage darüber machen kann, ob der Cannabiskonsum ursächlich zu schlechteren Noten geführt hat. Nach Meinung des Forschungsteams sei dieser Zusammenhang aber naheliegend, da frühere Studien gezeigt hätten, dass Cannabis die kognitive Leistungsfähigkeit mindert.


Quelle:
Suerken, C. K., Reboussin, B. A., Egan, K. L., Sutfin, E. L., Wagoner, G., Spangler, J. & Wolfson, M. (2016). Marijuana use trajectories and academic outcomes among college students. Drug and Alcohol Dependence, 162, 137-145.

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