„Fake Hanf“ mit synthetischen Cannabinoiden besprüht

09.09.2020

In der Schweiz gibt es Fälle von „falschem“ Cannabis. Das ist Industriehanf, der mit synthetischen Cannabinoiden behandelt wird. Konsumierende riskieren Überdosierungen.

Bild: Kemedo / photocase.de

„Tödlicher Fake Hanf“ lautet der drastische Titel einer Meldung des Schweizer Fernsehsenders SRF. In der Schweiz werde vermehrt chemisch behandelter Industriehanf beschlagnahmt. Als Industriehanf wird Cannabis bezeichnet, der weniger als 1 Prozent des natürlichen Wirkstoffs THC enthält. Der Anbau von Industriehanf unterliege bis auf einer Meldepflicht in einzelnen Schweizer Kantonen keinerlei Regulierung. Durch das Auftragen von synthetischen Cannabinoiden werde der Hanf „aktiviert“ und als berauschender Cannabis verkauft.

„Aktivierter“ Hanf von THC-haltigem Cannabis nicht zu unterscheiden

Der Bericht des SRF stützt sich auf einen Fachartikel, der von drei Forschern des Forensischen Instituts in Zürich verfasst wurde. Nach Einschätzung der Forensiker, sei der „aktivierte“ Hanf mit bloßem Auge nicht von THC-haltigem Cannabis zu unterscheiden. Auch würden handelsübliche Drogenschnelltests nicht anschlagen. Erst im Labor könne „Fake Hanf“ entlarvt werden.

Nach Einschätzung von Christian Bissig, Mitautor der Studie, sei die Behandlung mit synthetischen Cannabinoiden ein simpler Vorgang: „Es braucht nur einen Zerstäuber, wie er in jedem Gartengeschäft erhältlich ist. Damit wird das chemische Gemisch aufgesprayt.“ Entsprechende Sprühvorrichtungen und Handzerstäuber wurden bereits sichergestellt.

Todesfälle nach Konsum synthetischer Cannabinoide

Von synthetischen Cannabinoiden gehe ein erhebliches Gefahrenpotential aus. Denn die künstlich hergestellten Substanzen können um ein Vielfaches stärker wirken als THC. Bei der illegalen Behandlung des Industriehanfs würden die synthetischen Cannabinoide zudem nicht gleichmäßig aufgetragen. Konsumierende riskieren somit eine Überdosierung, wenn sie glauben, THC-haltigen Cannabis zu konsumieren. Schwerwiegende gesundheitliche Folgen wie Psychosen, Krampfanfälle, Herzrhythmusstörungen und auch Todesfälle werden mit dem Konsum von synthetischen Cannabinoiden in Verbindung gebracht.

„Lasst es langsam angehen“

Besorgniserregend sei nach Aussage der Forscher, dass vermutlich weder die Dealer noch die Konsumierenden Kenntnis davon haben, dass sie mit synthetischen Cannabinoiden hantieren. Im SRF-Interview empfiehlt Alexandre Brodard, Leiter der Beratungsstelle Contact Nightlife in Bern, Konsumierenden daher: „Wenn Ihr konsumiert, lasst es langsam angehen. Ein, zwei Züge – dann warten. Nach zehn bis 15 Minuten müsste klar sein, ob es ein gefährlicher Trip wird.

Quellen:

 

 

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