Home > News > Aktuelle Meldungen > Früher Einstieg in Alkoholkonsum erhöht Risiko für spätere Alkoholprobleme
05.04.2023
Das Alter könnte beim ersten Glas Alkohol eine Rolle spielen. Eine Studie aus Südkorea zeigt auf, dass die Entwicklung eines problematischen Alkoholkonsums umso wahrscheinlicher wird, je jünger die Menschen beim Einstieg in den Alkoholkonsum sind.

Bild: madochab / photocase.de
Das erste Glas Alkohol. Das erste Mal die berauschende Wirkung spüren. Viele Menschen haben als Jugendliche ihren ersten Kontakt zu Alkohol. Das ist nicht ungewöhnlich. Das Alter scheint aber von Bedeutung zu sein. Eine Studie aus Südkorea hat Hinweise dafür gefunden, dass die Entwicklung eines problematischen Alkoholkonsums umso wahrscheinlicher wird, je früher Jugendliche erstmals Alkohol trinken.
Studienleiter Eun-Cheol Park und sein Team haben die Daten einer repräsentativen Befragung ausgewertet. Knapp 17.000 Personen über 19 Jahren haben daran teilgenommen. Anders als in Deutschland ist Alkoholkonsum in Südkorea erst ab 19 Jahren erlaubt. Dennoch trinken auch in Südkorea Jugendliche häufig schon Alkohol.
Die Analysen zeigen einen klaren Trend: Je jünger die Befragten bei ihrem erstem Glas Alkohol waren, desto höher war ihr Risiko, als Erwachsene ein Alkoholproblem zu entwickeln. Problematischer Alkoholkonsum entsteht meist bei exzessivem Trinken, also beim regelmäßigen Konsum riskanter Mengen. Daraus kann sich eine Abhängigkeit entwickeln, mit weiteren zahlreichen negativen gesundheitlichen Folgen wie Leberzirrhose, Krebs oder Gehirnschäden.
Das höchste Risiko für problematischen Konsum haben den Ergebnissen zufolge Befragte, die mit 15 Jahren oder früher ihren ersten Alkohol getrunken haben. Das gilt besonders für Männer. Mit zunehmendem Alter sinkt das Risiko. Wer mit 24 Jahren oder später erstmals in Kontakt kam mit Alkohol, hatte das niedrigste Risiko für problematischen Alkoholkonsum.
In Zahlen ausgedrückt: 15-jährige männliche Jugendliche haben ein 2,5-fach höheres Risiko für die Entwicklung eines problematischen Alkoholkonsums im Vergleich zu Männern, die erst mit 24 ihren ersten Alkohol trinken. Bei 15-jährigen weiblichen Jugendlichen ist das Risiko um das 1,7-fache höher im Vergleich zu 24-jährigen Frauen.
Vermutlich spielt auch die Trinkkultur eines Landes eine Rolle. Frühere Studien beispielsweise aus Kanada sind allerdings zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Es wurden auch viele weitere Einflussgrößen wie das allgemeine Gesundheitsverhalten, die Bildung oder körperliche Aktivität in der Analyse berücksichtigt.
Ein wichtiger Hebel, um eine ungünstige Entwicklung zu verhindern, seien Beschränkungen beim Erwerb von Alkohol, erklärt das Forschungsteam. Denn obwohl Jugendlichen kein Alkohol verkauft werden dürfe, geschehe dies oftmals. Eun-Cheol Park und sein Team plädieren dafür, den Verkauf von Alkohol an Minderjährige deutlich unter Strafe zu stellen.
Aus Sicht des Forschungsteam sollten Jugendliche auch darin gestärkt werden, auf Alkohol zu verzichten. Sie sollten insbesondere über die negativen gesundheitlichen Auswirkungen aufgeklärt werden, die mit Alkoholkonsum in Zusammenhang stehen.
Quelle:
Alkohol fördert Gewalt unter jungen Paaren (03.09.2025)
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