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04.05.2012
Das Gehirn von Erwachsenen schrumpft jedes Jahr ein wenig. Das sei ganz normal, sagt die Wissenschaft. Bei Kokainabhängigen scheint dieser Prozess allerdings beschleunigt zu sein. Betroffen sind vor allem Areale, die für Aufmerksamkeit und Gedächtnis zuständig sind.

Bild: gerard64 / photocase.com
Die deutsche Forscherin Karen Ersche und ihr Team von der britischen Universität Cambridge konnten mit Hilfe der Magnetresonanztomographie nachweisen, dass die so genannte graue Substanz bei Kokainabhängigen schneller schrumpft als bei abstinenten Personen. Als graue Substanz werden die Nervenzellen der Hirnrinde bezeichnet.
Karin Ersche und ihr Team werteten für ihren aktuellen Bericht Daten aus, die sie in ihrer vorangegangenen Studie erhoben hatten. Untersucht wurden damals 120 Personen zwischen 18 und 50 Jahren, die Hälfte von ihnen war kokainabhängig. Beide Gruppen waren hinsichtlich des Alters, des Geschlechterverhältnisses und des Bildungsniveaus ähnlich zusammengesetzt, um den möglichen Einfluss dieser Faktoren auf das Untersuchungsergebnis zu minimieren.
Die Untersuchung zeigte, dass das Volumen der grauen Substanz mit zunehmendem Alter bei allen untersuchten Personen abnahm. Verglichen mit abstinenten Kontrollpersonen scheint jedoch bei Kokainabhängigen der jährliche Verlust an grauer Substanz fast doppelt so schnell abzulaufen. Die Forscherinnen und Forscher errechneten für die abstinente Kontrollgruppe pro Lebensjahr einen durchschnittlichen Verlust von 1,69 ml an grauer Substanz. Unter den Kokainabhängigen betrug die jährliche Abnahme hingegen 3,08 ml. Häufiger Kokainkonsum geht also nicht nur ins Geld, sondern kostet offenbar auch „graue Zellen“.
Die graue Substanz gehört zum zentralen Nervensystem und bildet im Gehirn den Kortex, der unter anderem das Klein- und das Großhirn umgibt. Eine vermehrte Abnahme der grauen Substanz wurde insbesondere im Stirn- und im Seitenlappen beobachtet. Diese Bereiche sind unter anderem für Gedächtnisleistungen und die Steuerung der Aufmerksamkeit zuständig. Eine Abnahme der grauen Substanz könnte also entsprechende Einschränkungen bei Kokainabhängigen erklären.
Quellen:
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