MDMA und Methamphetamin: eine riskante Mischung

30.05.2014

Schon der alleinige Konsum von Ecstasy kann die Körpertemperatur in gefährlicher Weise erhöhen. Kommt es zum Mischkonsum mit Methamphetamin, verstärken sich die Substanzen gegenseitig in der Wirkung - und den Risiken.

Tanzende Menschen im künstlichen Nebel eines Techno-Clubs

Bild: Janski / photocase.com

In der Party-Szene ist der Drogenmischkonsum eher die Regel als die Ausnahme. Ecstasy wird häufig mit anderen Drogen konsumiert, darunter auch Methamphetamin. Einer aktuellen tierexperimentellen Studie zufolge addieren sich die Risiken von Ecstasy und Methamphetamin jedoch nicht einfach, sie verstärken sich gegenseitig.

In dem Experiment bekamen Ratten MDMA, den Wirkstoff von Ecstasy und Methamphetamin, auch bekannt als Crystal. Beide Substanzen wurden entweder einzeln in unterschiedlichen Dosierungen oder gleichzeitig verabreicht. Anschließend maß das Forschungsteam die Konzentration dieser Drogen und die der Neurotransmitter Dopamin und Serotonin in den Gehirnen der Tiere.

Es zeigte sich, dass beim Mischkonsum von MDMA und Methamphetamin die Konzentration dieser Substanzen im Gehirn höher war, als wenn sie einzeln verabreicht wurden. Auch der Dopamin-Spiegel stieg signifikant stärker an, als bei den Einzelsubstanzen. MDMA und Methamphetamin verstärken sich somit gegenseitig in ihrer Wirkung, was allerdings akut gefährlich werden kann.

Fatale Folgen

Eine der gravierendsten Folgen, die durch MDMA hervorgerufen werden kann, ist das Serotonin-Syndrom. Betroffene sind stark erregt und desorientiert. Starkes Schwitzen und Muskelzuckungen können auftreten. Schwere Formen sind lebensbedrohlich.

In Zusammenhang mit dem alleinigen Konsum von Ecstasy ist es bereits zu Todesfällen gekommen. Diese waren überwiegend eine Folge von Überhitzung und nachfolgendem Nieren- oder Leberversagen. Der Mischkonsum mit Methamphetamin könnte dieses Risiko zusätzlich verschärfen. Dies gilt vor allem dann, wenn die Umgebungstemperatur ebenfalls hoch ist, was auf vielen Partys der Fall ist.

Quelle:
Fuchigami, Y., Ikeda, R., Kuzushima, M., Wada, M., Kuroda, N. & Nakashima, K. (2013). Warning against co-adminstration of 3,4-methylenedioxymethamphetamine (MDMA) with methamphetamine from the perspective of pharmacokinetic and pharmacodynamic evaluations in rat brain. European Journal of Pharmaceutical Sciences, 49(1), 57-64.

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