Home > News > Aktuelle Meldungen > Pinkes Kokain ist meistens kein Kokain
15.01.2025
Schon mal von Tusi oder pinkem Kokain gehört? Die Droge hat viele Namen, enthält aber meist nicht das, was es verspricht.

Bild: mediaphotos / iStock.com
Es klingt nach einem guten Angebot. Doch zuhause fällt auf: Auf der Sonnenbrille steht Ray-Bon und die Schuhe sind von Adibas. Ähnlich verhält es sich mit dem Aufkommen einer Droge, die aktuell an Aufmerksamkeit gewinnt. Angelehnt an die englische Aussprache der Droge 2C-B wird sie Tusibi oder Tusi genannt. Die illegale Substanz wird zuweilen auch als pinkes Pulver unter der Bezeichnung „Pink Cocaine“ gehandelt. Studien zufolge ist aber meist nicht oder nicht nur das drin, wonach es sich anhört.
2C-B ist eine synthetische Droge mit stimulierender und halluzinogener Wirkung. In den 1990er Jahren hat sich die Droge in der Partyszene meist als Ersatzwirkstoff für MDMA in Ecstasypillen verbreitet. In den 2000er Jahre sollen Drogenproduzenten in Kolumbien damit begonnen haben, 2C-B als pinkes Pulver zu vermarkten. „Pink Cocaine“ wird inzwischen auch in Nord-Amerika und Europa vertrieben. Medienberichte deuten darauf hin, dass das rosafarbene Pulver auch in Deutschland angekommen ist. Fragt sich: Ist tatsächlich nur 2C-B in „Pink Cocaine“?
Lisa Barbaro und Jacob Bouchard von der Vanderbilt University in den USA haben Daten zusammengetragen, die über das anonyme Drogentestprogramm DrugsData.org gesammelt wurden. Demzufolge ist der häufigste Inhaltsstoff von Tusi oder pinkem Kokain weder 2C-B noch Kokain, sondern Ketamin. 64 von 68 analysierten Proben enthielten das Narkosemittel, das halluzinogenartige Effekte haben kann. 52 der 68 Proben enthielten MDMA, 28 Koffein. 2C-B war in 9 Proben enthalten, Kokain nur in 4.
Das ist aber noch nicht alles. Die Proben enthielten noch zahlreiche weitere Substanzen wie die Stimulanzien Methamphetamin und Amphetamin, das Halluzinogen DMT, das Entwurmungsmittel Levamisol, die Opioide Oxycodon und Tramadol und so weiter. Laut den Forschenden sei es nur eine Frage der Zeit, bis auch das besonders gefährliche Fentanyl ein Bestandteil von pinkem Kokain werden könnte.
Barbaro und Bouchard warnen, dass Konsumierende nicht absehen können, welche Droge sie konsumieren. Entsprechend unvorhersehbar und gefährlich sei die Wirkung.
Wer sich auf einer Party beispielsweise eine stimulierende Wirkung von Pink Cocaine oder Tusi erhofft, könnte sich stattdessen in einer „K-Hole“ wiederfinden. Hohe Dosen Ketamin können ein Art Nahtoderlebnis zur Folge haben, bei dem Konsumierende das Gefühl haben, den eigenen Körper zu verlassen. Dieser extreme Zustand kann starke Angst bis hin zur Panikattacke auslösen.
Besonders gefährlich wird es, wenn Konsumierende unwissentlich Opioide einnehmen. Eine Überdosis an Opioiden kann eine lebensgefährliche Atemdepression zu Folge haben. Das Risiko eines Atemstillstand steigt, wenn zusätzlich weitere betäubend wirkende Drogen wie Ketamin oder Alkohol konsumiert werden.
Quellen:
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