Rauschtrinken verändert das Gehirn junger Menschen

18.08.2017

In der Pubertät ändert sich vieles. Auch das Gehirn durchläuft einen wichtigen Reifeprozess. Alkohol und besonders das Rauschtrinken können in dieser Phase in die Hirnentwicklung eingreifen. Ein Forschungsteam aus den USA hat eine aktuelle Übersichtsarbeit dazu erstellt.

MRT-Aufnahmen

Bild: tac6 / photocase.com

Das Gehirn Jugendlicher ähnelt einer Baustelle. Vor allem die so genannte graue Substanz wird umgebaut. Als graue Substanz werden die Nervenzellkörper bezeichnet, die sich überwiegend in der Hirnrinde befinden. Ein wichtiger Schritt der Hirnreifung besteht in der Vernetzung von Nervenzellen untereinander.

Zudem nimmt die so genannte weiße Substanz zu. Das sind Nervenfasern, die von einer isolierenden Myelin-Schicht umgeben sind. Myelinisierte Fasern gewährleisten eine schnellere Signalübertragung als nicht-myelinisierte. Das Ziel des Umbaus ist die Herausbildung eines leistungsfähigen Denkapparats. Dieser Prozess wird auch durch Erfahrungen, die Jugendliche machen, mitgeprägt.

Rauschtrinken hinterlässt Spuren

Rauschtrinken ist so eine Erfahrung, die nicht spurlos am Gehirn vorbeigeht. Welche Spuren der übermäßige Alkoholkonsum bei Jugendlichen hinterlässt, das ist Gegenstand zahlreicher Studien. Anita Cservenka und Ty Brumback haben den aktuellen Stand der Forschung gesichtet und einen Fachartikel dazu veröffentlicht. Ihre Schlussfolgerung: Rauschtrinken beeinflusst vermutlich die neuronale Reorganisation, also den Umbau des Gehirns. Ein weniger leistungsfähiges Gehirn kann die Folge sein.

Bei Jugendlichen, die regelmäßig Rauschtrinken betrieben haben, konnte in einigen Studien mit Hilfe der Magnetresonanztomographie eine dünnere Hirnrinde nachgewiesen werden. Betroffen waren vor allem Bereiche des Frontalhirns. Dieser Bereich gilt als wichtige Instanz für unsere bewusste Handlungssteuerung. So zeigen Studien beispielweise, dass die so genannten exekutiven kognitiven Funktionen beeinträchtigt sind. Exekutive Funktionen sind Denkleistungen wie Planen, Entscheiden oder Abwägen.

Lernfähigkeit verschlechtert

Hinzu kommt, dass die Entwicklung der weißen Substanz bei jugendlichen Rauschtrinkern verlangsamt zu sein scheint. Dies bleibt nicht ohne Folgen. So konnte in Studien beispielsweise nachgewiesen werden, dass Jugendliche, die häufig Rauschtrinken betreiben, beim Erlernen und Abrufen von Wörtern schlechter abschneiden als Gleichaltrige, die sich beim Alkohol zurückhalten.


Quellen:

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