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13.04.2022
Sinnstiftende Tätigkeiten können davor schützen, Alkohol zur Stressreduktion zu benutzen. Das ist das Ergebnis einer Studie mit Studierenden.

Bild: knallgrün / photocase.de
Die Corona-Pandemie war zeitweilig eine starke Belastung für die Gesellschaft. Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, mussten die Menschen ihre Kontakte einschränken und waren aufgefordert, zuhause zu bleiben. Dies galt auch für Studierende. Vorlesungen und Seminare wurden online durchgeführt. Das Treffen von Freundinnen und Freunden wurde reglementiert. Hinzu kam die Sorge, sich mit dem Virus anzustecken. Für den Einen oder die Andere war diese Situation mit besonderem Stress verbunden.
Nun gehen Menschen unterschiedlich mit Stress um. Manche benutzen Alkohol, um ihren persönlichen Stress zu lindern. Ein US-amerikanisches Forschungsteam hat untersucht, wie sich die Corona-Pandemie auf das Stress-Erleben und den Alkoholkonsum von Studierenden ausgewirkt hat.
Dabei wurde ein weiterer Aspekt in den Fokus genommen, der eine Rolle spielen könnte: Die Suche nach Sinn und Zweck im eigenen Leben. Das Forschungsteam ist von der Annahme ausgegangen, dass die Verbindung zwischen Stress und Alkoholkonsum weniger stark ausgeprägt ist, je mehr die Menschen das Gefühl haben, im Alltag Dinge zu tun, die sie als sinnstiftend empfinden.
Zur Überprüfung ihre Annahme haben Studienleiterin Anna Jaffe und ihr Team rund 700 Studierende aus verschiedenen Kohortenstudien befragt. Die Befragungen erfolgten während der Pandemie zwischen Januar 2020 und September 2021.
Den Analysen zufolge gibt es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen dem Stressempfinden, dem Erleben von Sinn und dem Ausmaß des Alkoholkonsums. Je gestresster sich die Studierenden fühlten, desto stärker haben sie zu Alkohol gegriffen. Allerdings gilt dieser Zusammenhang nur für jene Personen, die vergleichsweise wenig Sinn in ihrem Leben empfinden. Oder andersherum ausgedrückt: Wer Sinn im eigenen Leben findet oder sich mit Dingen beschäftigt, die als sinnstiftend empfunden werden, ist besser davor geschützt, Alkohol zur „Bewältigung“ von Stress zu benutzen.
Studierenden empfiehlt das Forschungsteam daher, sich mit den eigenen Stärken zu befassen. Dies könne helfen, persönlich bedeutsame Ziele zu identifizieren, die dem eigenen Leben mehr Sinn verleihen.
Quelle:
Jaffe, A. E., Kumar, S. A., Hultgren, B. A., Smith-LeCavalier, K. N., Garcia, T. A., Canning, J. R. & Larimer, M. E. (2022). Meaning in life and stress-related drinking: A multicohort study of college students during the COVID-19 pandemic. Addictive Behaviors, 129, 107281, https://doi.org/10.1016/j.addbeh.2022.107281.
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