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01.06.2022
Die Beschlagnahmungen von Kokain sind das vierte Jahr in Folge auf Rekordniveau. Laut einem Bericht der Drogenbeobachtungsstelle der Europäischen Union und Europol wächst nicht nur der Markt für Kokain in Europa, auch die Gewalt nimmt zu.

Bild: Love portrait and love the world / istockphoto.com
Auf offener Straße wurde er niedergeschossen. Wenig später verstarb der 64-jährige Journalist Peter de Fries im Krankenhaus. Der niederländische Kriminalreporter soll schon länger im Fadenkreuz des organisierten Verbrechens gestanden haben. Zuletzt stand er in Kontakt zu einem Kronzeugen, der in einem Prozess gegen ein kriminelles Netzwerk aussagen sollte. Auch der Anwalt des Kronzeugen und sein Bruder, der keine Verbindung zu kriminellen Aktivitäten gehabt haben soll, wurden erschossen.
Dies ist nur einer der aufsehenerregendsten Fälle von Gewalt aus dem Drogenmilieu. Laut aktuellen Analysen der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle EMCDDA und der Europäischen Strafverfolgungsbehörde Europol wächst der Handel mit Kokain in Europa. Beschlagnahmungen deuten auf eine hohe Verfügbarkeit von Kokain hin. 2020 wurden 215 Tonnen Kokain sichergestellt. Das waren sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Damit liegen die Beschlagnahmungen das vierte Jahr in Folge auf Rekordniveau, trotz der Corona-Pandemie. Der Umfang des Endverbrauchermarktes in Europa wird auf rund 11 Milliarden Euro geschätzt.
„Der expandierende Kokainmarkt in der EU hat zu einem Anstieg von Morden, Entführungen und Einschüchterungen geführt“, erklären EMCDDA und Europol in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Der Wettbewerb auf dem Drogenmarkt führe zu einer Zunahme von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Drogenbanden. Ein besonderer Fall veranschauliche laut EMCDDA die Gewalt im Kokainhandel.
2020 gelang es den Strafverfolgungsbehörden mehrerer europäischer Länder, die von Kriminellen genutzte verschlüsselte Kommunikation über die EncroChat-Plattform abzuhören. In einem Fall wurden auf Grundlage der abgefangenen Daten acht Personen vor Gericht gestellt. Der Hauptverdächtige soll eine kriminelle Gruppierung angeführt haben, die Kokainhandel in großem Stil in Rotterdam abwickelt.
Der Angeklagte wird zudem verdächtigt, am Umbau spezieller Schiffscontainer beteiligt zu sein. Darin sollten vermutlich Personen rivalisierender Banden verhört, gefoltert und womöglich auch getötet werden. Die Container waren schallgeschützt und mit einer wärmeisolierenden Schutzfolie ausgekleidet. In den Containern befanden sich ein umfunktionierter Zahnarztstuhl mit Gurten für Hände und Füße. Die Polizei konnte Heckenscheren, Zangen, Handschellen, eine Säge und chirurgische Instrumente wie ein Skalpell sicherstellen.
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