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News-Archiv


Archiv Jahr 2013


31.05.2013

Drogenkonsumierende sterben früher

Der Konsum von Kokain, Amphetamin oder Opiaten muss nicht zwangsläufig in eine Spirale der Abhängigkeit führen. Eine Längsschnittstudie aus den USA zeigt allerdings auf, dass auch gelegentlicher Konsum dieser Drogen die Todesrate unter Erwachsenen erhöht.

Grabstätte von Jim Morrison

Grabstätte von Jim MorrisonBild: Frogman1484 / istockphoto.com

„Live fast, die young!“ Der legendäre Spruch wird vor allem mit der Hippiezeit in Verbindung gebracht. Jim Morrison und Janis Joplin starben bereits mit 27 Jahren an den Folgen ihres ausschweifenden Drogenkonsums. Für manche Prominente scheint das Motto noch immer zu gelten. Zuletzt hat die Soulsängerin Amy Whinehouse für Schlagzeilen gesorgt, die ihren Körper mit Alkohol und Drogen ruiniert hat.

Die meisten jungen Menschen, die mit Drogen experimentieren, stellen den Konsum allerdings von alleine wieder ein. Nur ein Teil von ihnen konsumiert weiter. Manche halten den gelegentlichen Konsum von Kokain, Amphetaminen oder Opiaten bis ins mittlere Erwachsenenalter aufrecht. In einer US-amerikanischen Längsschnittstudie wurde untersucht, wie der Konsum dieser Drogen sich auf die Lebenserwartung auswirkt.

„Ein paar Tage im Monat“

Über einen Zeitraum von 20 Jahren wurde der Lebensweg von 4.301 Personen verfolgt. Zu Beginn der Studie waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen 18 und 30 Jahre alt. Das Forschungsteam verglich die Daten der Personen, die es beim experimentellen Drogenkonsum belassen haben, mit denen, die auch im mittleren Erwachsenenalter noch Drogen konsumierten.

„Vierzehn Prozent der Studienteilnehmer gaben an, mindestens einmal harte Drogen konsumiert zu haben, die Hälfte von ihnen hat bis ins mittlere Erwachsenenalter weiter konsumiert“, berichtet Stefan Kertesz, Leiter der Studie. „Aber die meisten Drogenkonsumenten unserer Studie waren keine Abhängigen. Sie konsumierten nur noch ein paar Tage im Monat.“

5-fach höheres Sterberisiko

Dennoch ermittelt das Forschungsteam ein erhöhtes Sterberisiko für jene Konsumierenden, die in jungen Jahren stark konsumiert haben und ein moderates Konsummuster bis ins fortgeschrittene Erwachsenenalter aufrechterhalten haben. Sie hatten ein etwa 5-fach höheres Sterberisiko als abstinent lebende Personen.

Dabei waren es gar nicht mal die direkten Folgen wie eine Überdosis, erläutert Kertesz. Vielmehr seien es indirekte Folgeprobleme wie tödliche Verletzungen, Herzerkrankungen oder andere Umstände gewesen, das Sterberisiko erhöht hätten.

Kertesz weist daher darauf hin, dass Drogenkonsumierende sich bewusst machen sollten, dass auch ein scheinbar moderater Konsum mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden ist.

Quelle: