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Drugcom: Drogenlexikon: Hippocampus

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Drogenlexikon

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Hippocampus

Der Hippocampus ist evolutionär betrachtet eine der ältesten Hirnstrukturen im Zentrum des Großhirns. Genau genommen gibt es zwei Hippocampi, einen in jeder Hirnhälfte. Der Hippocampus erfüllt eine wichtige Funktion bei der Gedächtnisbildung. Menschen, bei denen beide Hippocampi zerstört sind, können sich keine neuen Informationen mehr merken, sie leiden unter einer anterograden Amnesie.

Um sich eine Vorstellung davon zu machen, was eine anterograde Amnesie ist, bietet ein Hollywoodfilm Anschauungsmaterial. Im Spielfilm „Memento“ von Christoper Nolan aus dem Jahre 2000 erleidet der Hauptprotagonist ein traumatisches Erlebnis, mit der Konsequenz, dass er alle paar Minuten komplett vergessen hat, was zuvor geschehen ist. Nur durch Polaroidfotos und Tätowierungen auf seinem Körper ist er in der Lage, Vergangenes zu rekonstruieren.

Bei einem der berühmtesten Fälle der Medizin, Patient H. M., wurde das Phänomen der anterograden Amnesie umfassend wissenschaftlich untersucht. 1953 wurden dem Patienten aufgrund immer stärker ausgeprägter epileptischer Anfälle, die sich nicht behandeln ließen, beide Hippocampi und umgebendes Nervengewebe chirurgisch entfernt. Die Epilepsie war anschließend tatsächlich verschwunden, sein Gedächtnis allerdings auch. H. M. litt unter einer anterograden Amnesie. Jedoch war er noch in der Lage, einfache motorische Fähigkeiten zu erlernen. Ebenso war sein Sprachvermögen weitestgehend erhalten geblieben.

Der Patient H. M. hat somit entscheidend zum Verständnis der Gedächtnisbildung beigetragen. Dennoch ist die genaue Funktion des Hippocampus noch nicht endgültig geklärt. Als sicher gilt, dass der Hippocampus unter anderem für das episodische Gedächtnis, für die sprachliche Informationsverarbeitung und das räumliche Erinnern zuständig ist. Zudem gilt der Hippocampus als vermutlich einzige Hirnregion, in der auch nach der Geburt noch neue Nervenzellen entstehen, man spricht von der so genannten Neurogenesis.

In einer Studie mit Londoner Taxifahrern wurde beispielsweise festgestellt, dass Teile des Hippocampus bei ihnen größer sind als üblich, und zwar umso größer je erfahrener die Taxifahrer sind. Taxifahrer müssen eine große Anzahl von Plätzen und Straßen auswendig kennen und Verbindungen zwischen ihnen herstellen. Man spricht auch von einer kognitiven Karte, die im Gehirn entsteht. Der Hippocampus spielt hierbei vermutlich eine wichtige Rolle.


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